Plötzlich krabbeln und fliegen sie an Fenstern, Türen oder auf der Terrasse: Fliegende Ameisen treten oft scheinbar aus dem Nichts auf und sorgen schnell für Unsicherheit. Viele Betroffene fragen sich: Was kann man gegen fliegende Ameisen tun? Sind die Tiere gefährlich? Und wie kann man fliegende Ameisen bekämpfen, wenn sie immer wieder auftauchen?
In diesem Beitrag erklären wir, was hinter fliegenden Ameisen steckt, warum sie besonders an warmen Tagen auftreten und wann Handlungsbedarf besteht.
Ameisen bekämpfen – was mache ich am besten?
Ameisen im Haus bekämpfen Sie am besten, indem Sie zuerst Nahrungsquellen entfernen, Lebensmittel verschließen und Eintrittsstellen wie Ritzen oder Fugen kontrollieren. Bei einer deutlichen Ameisenstraße kann ein geeigneter Köder sinnvoll sein. Bleibt der Befall bestehen, treten regelmäßig größere Mengen auf oder ist die Ameisenart unklar, sollte professionelle Hilfe hinzugezogen werden. In Köln, Hürth und Umgebung unterstützt der Kaeferling Service mit professioneller Schädlingsbekämpfung vor Ort.
Was sind fliegende Ameisen?
Fliegende Ameisen sind keine eigene Ameisenart. Es handelt sich um geschlechtsreife Ameisen, meist Jungköniginnen und Männchen. Während der sogenannten Schwarmzeit verlassen sie das Nest, um sich zu paaren und neue Kolonien zu gründen.
Nach dem Paarungsflug sterben die männlichen Ameisen meist nach kurzer Zeit. Begattete Jungköniginnen werfen ihre Flügel ab und suchen einen geeigneten Platz für ein neues Nest. Dadurch können neue Ameisenkolonien entstehen.
Quelle: Umweltbundesamt – Ameisen
Warum gibt es plötzlich fliegende Ameisen?
Fliegende Ameisen treten besonders häufig bei geeigneten warmen Wetterbedingungen auf. Dann können viele Tiere einer Kolonie nahezu gleichzeitig ausschwärmen. Deshalb sieht es oft so aus, als würden sie plötzlich aus dem Nichts auftauchen.
Häufige Fundorte sind:
- Fenster und Fensterbänke
- Terrassentüren und Balkone
- Lichtquellen
- Küchen und Vorratsräume
- Fugen, Ritzen und Sockelleisten
- Fassaden und Mauerspalten
- Gartenbereiche nahe am Haus
Wenn fliegende Ameisen nur im Außenbereich auftreten, besteht meistens kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Werden sie jedoch wiederholt im Innenbereich entdeckt, sollte die Ursache geprüft werden.
Der genaue Zeitraum des Schwarmflugs unterscheidet sich je nach Ameisenart und Witterungsbedingungen.
Quelle: Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband
Fliegende Ameisen im Haus: Was bedeutet das?
Fliegende Ameisen im Haus können unterschiedliche Ursachen haben. Einzelne Tiere sind oft lediglich durch offene Fenster oder Türen hereingekommen.
Wenn jedoch viele geflügelte Ameisen auftreten oder sie immer wieder an derselben Stelle sichtbar werden, kann das darauf hindeuten, dass sich eine Kolonie im Gebäude oder in unmittelbarer Nähe befindet.
Achten Sie besonders auf folgende Anzeichen:
- Ameisen kommen aus Ritzen, Fugen oder Wandbereichen
- im Innenraum bilden sich Ameisenstraßen
- fliegende Ameisen tauchen wiederholt an derselben Stelle auf
- Tiere sammeln sich in größerer Anzahl an Fenstern oder Lichtquellen
- nach dem Entfernen erscheinen regelmäßig neue Ameisen
In diesen Fällen reicht es meist nicht aus, nur die sichtbaren Tiere zu entfernen. Entscheidend ist herauszufinden, woher die Ameisen kommen und ob eine Kolonie vorhanden ist.
Sind fliegende Ameisen gefährlich?
Fliegende Ameisen sind in vielen Fällen kein Grund zur Sorge. Einzelne Tiere während des natürlichen Schwarmflugs bedeuten nicht automatisch, dass ein Schädlingsbefall vorliegt.
Entscheidend ist jedoch die Ameisenart und die Situation vor Ort. Einige Arten können dauerhaft in Gebäuden leben und müssen anders behandelt werden als Ameisen, die lediglich von außen eindringen.
Problematisch kann es außerdem werden, wenn sich ein Nest direkt im Gebäude befindet. Mögliche Nestbereiche sind zum Beispiel Wandhohlräume, Bereiche unter Bodenbelägen, Dämmungen, Gebäuderitzen oder andere geschützte Hohlräume.
Was kann man gegen fliegende Ameisen tun?
Wer sich fragt, was man gegen fliegende Ameisen tun kann, sollte zuerst unterscheiden, ob es sich um einen kurzfristigen Schwarmflug oder um einen tatsächlichen Ameisenbefall handelt.
Bei einzelnen fliegenden Ameisen helfen zunächst einfache Maßnahmen:
- Fenster und Türen während eines starken Schwarmflugs geschlossen halten
- Fliegengitter anbringen
- einzelne Tiere entfernen
- Lebensmittel gut verschließen
- Krümel und andere Nahrungsreste beseitigen
- Fugen und mögliche Eintrittsstellen kontrollieren
- beobachten, ob zusätzlich ungeflügelte Ameisen oder Ameisenstraßen auftreten
Diese Maßnahmen reichen häufig aus, wenn lediglich einzelne Tiere von außen in das Gebäude gelangt sind.
Ameisen im Haus bekämpfen: So entscheiden Sie richtig
Nicht jeder Ameisenfund erfordert sofort einen Köder oder ein anderes Bekämpfungsmittel. Zunächst sollte geprüft werden, wie viele Ameisen auftreten, woher sie kommen und ob eine Ameisenstraße vorhanden ist.
Das Umweltbundesamt empfiehlt unter anderem, Nahrungsmittel für Ameisen unzugänglich aufzubewahren. Bei einer Ameisenstraße im Haus kann ein geeigneter Köder eingesetzt werden. Bei anhaltendem Befall sollte die Ameisenart durch einen professionellen Schädlingsbekämpfer bestimmt und anschließend gezielt behandelt werden.
| Beobachtung | Erste Maßnahme | Wann ein Köder geprüft werden sollte | Wann Fachhilfe geprüft werden sollte |
| Einzelne fliegende Ameisen am Fenster oder der Terassentür | Tiere entfernen und Fenster beziehungsweise Türen schließen oder mit Fliegengittern sichern | Normalerweise nicht. notwendig, solange keine weiteren Ameisen im Gebäude auftreten | Wenn über längere Zeit immer wieder größere Mengen im Innenraum erscheinen |
| Viele fliegende Ameisen kommen gleichzeitig von draußen ins Haus | Fenster und Türen während des Schwarmflugs geschlossen halten und Tiere entfernen | In der Regel nicht notwendig, wenn keine Ameisenstraße oder Kolonie im Gebäude erkennbar ist | Wenn unklar ist, ob die Tiere wirklich von außen kommen |
| Viele fliegende Ameisen kommen aus Fuge oder Wand | Austrittsstelle beobachten und prüfen, ob zusätzlich Arbeiterinnen (ungeflügelte Ameisen) zu sehen sind | Wenn eine Ameisenkolonie bzw. deutliche Laufwege festgestellt werden, kann ein geeigneter Köder geprüft werden | Bei wiederholtem Massenaustritt oder schwer zugänglichem Nest |
| Zusätzlich zu fliegenden Ameisen gibt es eine deutliche Ameisenstraße | Nahrungsquellen entfernen, Lebensmittel verschließen und Laufwege sowie Eintrittsstellen kontrollieren | Hier kann ein für Ameisenart und Einsatzbereich geeigneter Köder sinnvoll sein | Wenn die Aktivität trotz Maßnahmen anhält oder die Art nicht sicher bestimmt werden kann |
| Fliegende Ameisen treten jedes Jahr an der selben Stelle auf | Fundstelle und mögliche Nestbereiche genauer kontrollieren | Wenn sich eine Kolonie bestätigt und die Art für eine Köderbehandlung geeignet ist | Wenn das Nest im Baukörper vermutet wird oder nicht erreichbar ist |
|
sehr kleine oder ungewöhnliche fliegende Ameisen in beheizten Räumen |
nicht vorschnell behandeln, sondern möglichst zuerst die Art bestimmen | Erst nach sicherer Artbestimmung einen geeigneten und zugelassenen Köder auswählen | Bei unklarer oder problematischer Ameisenart möglichst frühzeitig |
Wichtig: Diese Tabelle ist eine allgemeine Entscheidungshilfe für Ameisen im Innenraum. Bei fliegenden Ameisen sollte zusätzlich berücksichtigt werden, dass einzelne Tiere während des natürlichen Schwarmflugs von außen in Gebäude gelangen können.
Fliegende Ameisen bekämpfen: Was hilft wirklich?
Wer fliegende Ameisen bekämpfen möchte, sollte nicht nur die geflügelten Tiere selbst im Blick haben. Sie können ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass sich eine Ameisenkolonie in der Nähe befindet.
Werden lediglich einzelne Tiere entfernt, bleibt eine tatsächlich vorhandene Kolonie bestehen.
Bei einer deutlichen Ameisenstraße können Ameisenköder eine geeignete Maßnahme sein. Die Arbeiterinnen nehmen den Köder auf und transportieren ihn in das Nest. Das Umweltbundesamt nennt Köderdosen bei einer Ameisenstraße im Haus ausdrücklich als mögliche Bekämpfungsmaßnahme.
Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass das Produkt für die jeweilige Ameisenart, den vorgesehenen Einsatzbereich und die Anwenderkategorie geeignet und zugelassen ist.
Lösung bei Ameisenbefall: Advion Ameisengel
Für berufsmäßige Verwender kann bei geeigneten Ameisenarten und entsprechend der Produktzulassung das Advion Ameisengel eingesetzt werden.
Das gebrauchsfertige Ködergel enthält 0,05 % Indoxacarb. Die Ameisen nehmen den Köder auf und tragen ihn in die Kolonie. Das Produkt ist unter anderem für verschiedene Innen- und Außenbereiche vorgesehen. Laut aktueller Kaeferlingpro-Produktseite ist es ausschließlich für berufsmäßige Verwender bestimmt.
Advion Ameisengel kann insbesondere interessant sein bei:
- deutlichen Ameisenstraßen
- wiederkehrender Ameisenaktivität
- Ameisen an Fugen und Eintrittsstellen
- lokalisierten Laufwegen
- einem bestätigten Befall mit einer geeigneten Zielart
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Was hilft gegen fliegende Ameisen besser als Spray?
Viele greifen bei fliegenden Ameisen zunächst zu einem Kontaktspray. Damit werden jedoch in erster Linie die direkt erreichten Tiere behandelt. Befindet sich eine Kolonie im Verborgenen, wird deren Ursache dadurch nicht automatisch beseitigt.
Bei einer vorhandenen Ameisenstraße kann deshalb eine passende Köderstrategie sinnvoll sein. Arbeiterinnen nehmen den Köder auf und tragen ihn in die Kolonie.
Welches Produkt geeignet ist, hängt immer von Ameisenart, Einsatzbereich und Zulassung ab.
Werden Köder eingesetzt, sollten keine Maßnahmen direkt daneben durchgeführt werden, die die Ameisen vom Köder fernhalten oder die Aufnahme verhindern. Maßgeblich sind immer die Hinweise des eingesetzten Produkts.
Hausmittel gegen fliegende Ameisen – sinnvoll oder nicht?
Bei einzelnen fliegenden Ameisen, die lediglich durch ein Fenster hereingelangt sind, ist häufig überhaupt kein Bekämpfungsmittel notwendig.
Hausmittel können Ameisen unter Umständen kurzfristig von bestimmten Bereichen fernhalten oder Laufwege verändern. Ein vorhandenes Nest wird dadurch jedoch nicht zwangsläufig beseitigt.
Treten die Ameisen immer wieder auf oder bildet sich eine deutliche Ameisenstraße, sollte deshalb zuerst die Ursache gefunden werden.
Fliegende Ameisen vorbeugen
Den natürlichen Schwarmflug kann man nicht verhindern. Allerdings lässt sich das Risiko reduzieren, dass Ameisen regelmäßig in das Gebäude gelangen oder dort leicht zugängliche Nahrungsquellen finden.
Sinnvolle Maßnahmen sind:
- Fliegengitter an Fenstern und Türen verwenden
- Risse, Fugen und Spalten kontrollieren und abdichten
- Lebensmittel verschlossen aufbewahren
- Abfälle regelmäßig entsorgen
- Tierfutter nicht unnötig offen stehen lassen
- Krümel und klebrige Lebensmittelreste entfernen
- Feuchtigkeitsschäden beseitigen
- Ameisenstraßen frühzeitig beobachten
Auch das Umweltbundesamt empfiehlt, Nahrungsmittel gut verschlossen aufzubewahren und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Fazit: Fliegende Ameisen sind häufig harmlos – wiederkehrende Funde sollte man prüfen
Fliegende Ameisen gehören zum natürlichen Lebenszyklus vieler Ameisenarten. Im Garten oder Außenbereich sind sie meist nur für eine begrenzte Zeit sichtbar.
Auch einzelne Tiere am Fenster bedeuten nicht automatisch einen Ameisenbefall.
Treten jedoch regelmäßig größere Mengen im Haus auf, kommen Ameisen direkt aus Fugen oder Bauteilen oder sind zusätzlich deutliche Ameisenstraßen vorhanden, sollte die Ursache genauer untersucht werden.
Dabei gilt: Erst Situation und möglichst auch Ameisenart bestimmen – danach die passende Bekämpfung auswählen.
Häufige Fragen zu fliegenden Ameisen und Ameisen im Haus
Was hilft am besten gegen Ameisen im Haus?
Zuerst sollte geklärt werden, woher die Ameisen kommen. Nahrungsmittel sollten verschlossen, Krümel und andere Nahrungsquellen beseitigt und mögliche Eintrittsstellen kontrolliert werden.
Bei einer vorhandenen Ameisenstraße kann ein geeigneter Ameisenköder sinnvoll sein. Welches Produkt passt, hängt von der Ameisenart, dem Einsatzort und der jeweiligen Zulassung ab.
Passende Produkte zur Ameisenbekämpfung finden Sie in unserer Ameisen-KategorieMuss man einzelne fliegende Ameisen im Haus bekämpfen?
Nicht unbedingt. Einzelne geflügelte Ameisen können während der Schwarmzeit durch offene Fenster oder Türen ins Haus gelangen.
In diesem Fall reicht es meistens aus, die Tiere zu entfernen und anschließend zu beobachten, ob weitere Ameisen oder Ameisenstraßen auftreten.
Sind viele fliegende Ameisen im Haus ein Zeichen für ein Nest?
Das ist möglich, aber nicht automatisch der Fall.
Wenn größere Mengen wiederholt aus derselben Fuge, Wand oder Sockelleiste kommen, sollte geprüft werden, ob sich dort oder in unmittelbarer Nähe eine Kolonie befindet. Einzelne Tiere an einem geöffneten Fenster können dagegen während des Schwarmflugs von außen hereingelangt sein.
Ist Köder oder Spray besser gegen Ameisen?
Das hängt von der Situation ab.
Ein Kontaktspray behandelt hauptsächlich direkt erreichte Tiere. Bei einer Ameisenstraße kann ein geeigneter Köder sinnvoll sein, weil Arbeiterinnen ihn aufnehmen und in die Kolonie tragen können.
Welches Produkt eingesetzt werden darf, richtet sich nach Ameisenart, Einsatzbereich und Produktzulassung.
Wann sollte man einen Schädlingsbekämpfer bei Ameisen rufen?
Professionelle Hilfe sollte insbesondere geprüft werden, wenn der Befall trotz eigener Maßnahmen bestehen bleibt, die Ameisenart nicht sicher bestimmt werden kann oder das Nest nicht zugänglich ist.
Auch bei bestimmten problematischen Arten empfiehlt das Umweltbundesamt eine professionelle Bekämpfung.
Wegameise oder Pharaoameise? Mit Fachwissen richtig entscheiden
Bei Ameisen im Haus oder Betrieb ist die sichere Artbestimmung entscheidend. Während manche Ameisen lediglich von außen eindringen, können andere Arten dauerhaft in warmen Innenräumen leben und ein besonderes Vorgehen erfordern.
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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.