Fliegende Ameisen: Was steckt dahinter und wie kann man sie bekämpfen?

18. Juni 2026
Fliegende Ameisen: Was steckt dahinter und wie kann man sie bekämpfen?
Veröffentlicht auf  Aktualisiert am  

Plötzlich krabbeln und fliegen sie an Fenstern, Türen oder auf der Terrasse: Fliegende Ameisen treten oft scheinbar aus dem Nichts auf und sorgen schnell für Unsicherheit. Viele Betroffene fragen sich: Was kann man gegen fliegende Ameisen tun? Sind die Tiere gefährlich? Handelt es sich möglicherweise um Termiten? Und wie lassen sich fliegende Ameisen bekämpfen, wenn sie immer wieder auftauchen?

In diesem Ratgeber erklären wir, wie Sie fliegende Ameisen erkennen, von Termiten unterscheiden und warum die Tiere besonders bei bestimmten Wetterbedingungen ausschwärmen. Außerdem erfahren Sie, wann Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen bei einem tatsächlichen Ameisenbefall sinnvoll sind.

Fliegende Ameisen oder Termiten? So erkennen Sie den Unterschied

Fliegende Ameisen und geflügelte Termiten können auf den ersten Blick ähnlich aussehen. Beide besitzen während ihrer Fortpflanzungsphase zwei Flügelpaare und können in größeren Gruppen auftreten. An der Körperform, den Fühlern und den Flügeln lassen sie sich jedoch unterscheiden.

Fliegende Ameisen besitzen eine deutlich eingeschnürte Taille, meist geknickte Fühler und unterschiedlich lange Flügelpaare. Geflügelte Termiten haben dagegen einen weniger stark eingeschnürten Körper, überwiegend gerade beziehungsweise perlschnurartige Fühler und annähernd gleich lange Vorder- und Hinterflügel.

Für Deutschland gilt: Bei den hier häufig auftretenden Schwärmen geflügelter Insekten in Haus und Garten handelt es sich vielfach um Ameisen, beispielsweise um die Schwarze Wegameise. Aus der bloßen Beobachtung lässt sich ein Termitenbefall nicht ableiten. Besteht aufgrund der Körpermerkmale dennoch ein konkreter Termitenverdacht, sollte eine fachkundige Bestimmung erfolgen. Die Unterscheidungsmerkmale sind wissenschaftlich dokumentiert.

Fachquelle: University of Maryland Extension – Ants and Termites: How to Tell the Difference

Fliegende Ameisen und Termiten im direkten Vergleich

Merkmal Geflügelte Ameise Termite Praktische Einordnung
Körperform Deutlich eingeschnürte Taille zwischen Brustabschnitt und Hinterleib. Breiterer Übergang zwischen den Körperabschnitten, ohne ausgeprägte Wespentaille. Die Körperform ist ein besonders hilfreiches Erkennungsmerkmal.
Fühler Typischerweise deutlich geknickt beziehungsweise abgewinkelt. Meist gerade und perlschnurartig gegliedert. Mit einer Lupe lassen sich die Unterschiede häufig besser erkennen.
Flügellängen Die Vorderflügel sind länger als die Hinterflügel. Vorder- und Hinterflügel sind annähernd gleich lang. Der Vergleich beider Flügelpaare ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.
Größe Je nach Ameisenart und Geschlecht unterschiedlich. Jungköniginnen sind häufig größer als Männchen und Arbeiterinnen. Je nach Termitenart und Kaste unterschiedlich groß. Die Körpergröße allein ermöglicht keine zuverlässige Unterscheidung.
Lose Flügel nach dem Schwarmflug Begattete Jungköniginnen werfen ihre Flügel nach dem Paarungsflug ab. Auch geflügelte Termiten können nach dem Schwärmen ihre Flügel abwerfen. Abgeworfene Flügel allein beweisen weder Ameisen- noch Termitenbefall.

Wichtig: Wer kleine geflügelte Insekten im Haus findet, sollte möglichst ein vollständiges Tier betrachten. Einzelne Flügel oder die Körpergröße allein reichen für eine sichere Bestimmung häufig nicht aus.

Zur Einordnung der heimischen Arten finden Sie weitere Informationen beim Umweltbundesamt zum Thema Ameisen.

Was sind fliegende Ameisen?

Fliegende Ameisen sind keine eigenständige Ameisenart. Es handelt sich um geschlechtsreife Tiere eines Ameisenstaates, vor allem um geflügelte Jungköniginnen und Männchen. Sie besitzen Flügel, weil sie während der Fortpflanzungsphase das Nest verlassen und sich mit Tieren anderer Kolonien paaren können.

Die meisten Ameisen, die im Alltag auf dem Boden oder entlang von Ameisenstraßen unterwegs sind, sind dagegen ungeflügelte Arbeiterinnen. Sie übernehmen Aufgaben wie Nahrungssuche, Nestpflege und Versorgung der Brut.

Wenn eine Kolonie ausreichend entwickelt ist und geeignete Bedingungen herrschen, werden geflügelte Geschlechtstiere sichtbar. Während des sogenannten Schwarmflugs verlassen sie das Nest.

Der Ablauf des Schwarmflugs lässt sich in drei Phasen unterteilen:

  1. Ausflug der Geschlechtstiere: Geflügelte Männchen und Jungköniginnen verlassen das Nest. Bei geeigneten Bedingungen können zahlreiche Tiere nahezu gleichzeitig ausschwärmen.
  2. Paarung: Die Geschlechtstiere verschiedener Kolonien treffen aufeinander. Nach der Paarung sterben die Männchen normalerweise innerhalb kurzer Zeit.
  3. Nestgründung: Begattete Jungköniginnen werfen ihre Flügel ab und suchen, abhängig von der Ameisenart, einen geeigneten Platz zur Gründung einer neuen Kolonie. Nicht jede Jungkönigin überlebt oder gründet erfolgreich ein Nest.

Deshalb können nach einem Schwarmflug plötzlich geflügelte Tiere, ungeflügelte Jungköniginnen und einzelne abgeworfene Flügel auftreten.

Quelle: Umweltbundesamt – Schwarze Wegameise.

Warum gibt es plötzlich fliegende Ameisen?

Fliegende Ameisen erscheinen oft in großer Anzahl, obwohl zuvor kaum Ameisen sichtbar waren. Der Grund ist der natürliche Fortpflanzungszyklus einer Kolonie.

Während des überwiegenden Teils des Jahres leben die Geschlechtstiere geschützt im Nest. Erst wenn sie geschlechtsreif sind und die äußeren Bedingungen passen, verlassen sie dieses zum Schwarmflug.

Da mehrere Kolonien in einer Umgebung auf ähnliche Wetterbedingungen reagieren können, treten zahlreiche fliegende Ameisen manchmal innerhalb eines kurzen Zeitraums auf. Dadurch entsteht der Eindruck, dass sie plötzlich überall gleichzeitig erscheinen.

Typische Fundorte sind:

  • Fenster und Fensterbänke
  • Terrassentüren und Balkone
  • Fensterrahmen und Lichtquellen
  • Fugen, Ritzen und Sockelleisten
  • Fassaden und Mauerspalten
  • Gartenwege, Terrassen und Pflasterflächen
  • Küchen und Vorratsräume

Wenn fliegende Ameisen nur kurzzeitig im Garten oder auf der Terrasse auftreten, besteht normalerweise kein unmittelbarer Bekämpfungsbedarf. Werden jedoch regelmäßig größere Mengen im Gebäude entdeckt, ist eine genauere Untersuchung sinnvoll.

Bei welchem Wetter fliegen Ameisen?

Der Schwarmflug hängt eng mit der Witterung zusammen. Besonders im Sommer können Wärme, Luftfeuchtigkeit und schwacher Wind günstige Bedingungen für den Hochzeitsflug schaffen.

Wetter-Infobox: Wann schwärmen fliegende Ameisen?

  • Temperatur: Warme Wetterbedingungen begünstigen bei vielen Ameisenarten den Schwarmflug. Eine allgemeingültige feste Temperaturschwelle gibt es jedoch nicht.
  • Luftfeuchtigkeit: Erhöhte Luftfeuchtigkeit kann in Verbindung mit geeigneten Temperaturen günstige Bedingungen schaffen.
  • Regen: Nach sommerlichen Regenfällen können Schwarmflüge beobachtet werden. Während stärkeren Regens sind die Flugbedingungen dagegen ungünstig.
  • Wind: Ruhige oder schwach windige Tage eignen sich häufig besser als Tage mit starkem Wind.

Wichtig: Nicht alle Ameisenarten schwärmen unter exakt denselben Bedingungen. Jahreszeit, Standort und lokale Wetterentwicklung beeinflussen den Zeitpunkt.

Quelle: Natural History Museum – Flying ant day.

In Deutschland findet der Schwarmflug vieler häufiger Ameisenarten vor allem während der wärmeren Monate statt. Bei der Schwarzen Wegameise liegt die Schwarmzeit beispielsweise überwiegend im Juli und August. Andere Arten können früher oder später ausschwärmen.

Der häufig verwendete Begriff „Flugameisentag“ ist deshalb etwas irreführend. Es gibt nicht nur einen einzigen Tag, an dem sämtliche Ameisen fliegen. Vielmehr können je nach Region, Art und Wetter mehrere Schwarmphasen auftreten.

Fliegende Ameisen im Haus: Was bedeutet das?

Fliegende Ameisen im Haus müssen nicht automatisch ein Zeichen für einen Befall sein. Einzelne Tiere können während der Schwarmzeit durch geöffnete Fenster oder Türen ins Gebäude gelangen.

Anders sieht es aus, wenn regelmäßig zahlreiche geflügelte Ameisen aus derselben Fuge oder einem bestimmten Wandbereich hervorkommen. Das kann darauf hindeuten, dass sich eine Ameisenkolonie im Gebäude oder in unmittelbarer Nähe befindet.

Achten Sie besonders auf folgende Anzeichen:

  • Ameisen kommen direkt aus Wandfugen, Ritzen oder Sockelleisten.
  • Zusätzlich treten ungeflügelte Ameisen oder deutliche Ameisenstraßen auf.
  • Viele geflügelte Tiere erscheinen wiederholt an derselben Stelle.
  • Es sammeln sich zahlreiche Ameisen an Fenstern, obwohl diese geschlossen sind.
  • Nach dem Entfernen der Tiere erscheinen immer wieder neue Ameisen.
  • In der Nähe von Holz oder Dämmmaterial sind zusätzlich Nesthinweise erkennbar.

Bei solchen Beobachtungen sollte die Ursache untersucht werden. Je nach Ameisenart können Nester beispielsweise in Mauerspalten, unter Bodenbelägen, in Dämmmaterial oder in geschützten Hohlräumen liegen.

Gerade bei wiederkehrender Aktivität ist es wichtig, nicht nur die sichtbaren Tiere zu entfernen, sondern die mögliche Kolonie und ihre Laufwege zu berücksichtigen.

Sind fliegende Ameisen gefährlich?

Fliegende Ameisen sind in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Ein natürlicher Schwarmflug im Garten bedeutet nicht automatisch, dass ein Schädlingsbefall vorliegt.

Für Menschen sind die meisten häufig auftretenden heimischen Ameisenarten normalerweise keine ernsthafte Gefahr. Je nach Art können Ameisen allerdings beißen oder stechen beziehungsweise Abwehrsekrete einsetzen.

Problematisch kann es werden, wenn sich eine Kolonie dauerhaft innerhalb eines Gebäudes etabliert. Manche Ameisenarten nutzen Hohlräume, Dämmstoffe oder bereits vorgeschädigtes Holz als Nistplatz.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass bestimmte Ameisenarten durch ihre Nestaktivität Materialien beschädigen können. Dabei ist wichtig zu unterscheiden: Holzbewohnende Ameisen nutzen Holz zum Nestbau, während holzzerstörende Termiten Holz auch als Nahrung verwerten können.

Was kann man gegen fliegende Ameisen tun?

Wer fliegende Ameisen bekämpfen möchte, sollte zunächst unterscheiden, ob es sich um einen vorübergehenden Schwarmflug oder einen tatsächlichen Ameisenbefall handelt.

Bei einzelnen geflügelten Ameisen helfen häufig einfache Maßnahmen:

  • Fenster und Türen während eines starken Schwarmflugs geschlossen halten
  • Fliegengitter an Fenstern und Terrassentüren anbringen
  • Einzelne Tiere vorsichtig nach draußen bringen oder entfernen
  • Lebensmittel und Vorräte verschlossen aufbewahren
  • Krümel, süße Rückstände und andere Nahrungsquellen beseitigen
  • Ritzen, Fugen und mögliche Eintrittsstellen kontrollieren
  • Beobachten, ob auch ungeflügelte Ameisen oder Ameisenstraßen auftreten

Wenn die Tiere lediglich von draußen hereingeflogen sind, ist normalerweise kein chemisches Bekämpfungsmittel notwendig.

Wichtig: Ein Köder gegen ungeflügelte Arbeiterinnen ist nicht automatisch die richtige Maßnahme gegen einen natürlichen Schwarmflug. Zuerst muss geklärt werden, ob überhaupt eine aktive Kolonie im Gebäude behandelt werden muss.

Ameisen im Haus bekämpfen: So entscheiden Sie richtig

Nicht jeder Ameisenfund erfordert sofort den Einsatz eines Köders oder anderer Bekämpfungsmittel. Entscheidend sind die Fundstelle, die Anzahl der Tiere, mögliche Ameisenstraßen und die Frage, ob sich tatsächlich eine Kolonie im Gebäude befindet.

Das Umweltbundesamt empfiehlt unter anderem, Nahrungsquellen zu beseitigen und Lebensmittel für Ameisen unzugänglich aufzubewahren. Bei einer bestehenden Ameisenstraße kann ein geeigneter Köder sinnvoll sein. Bei anhaltendem Befall oder schwer bestimmbaren Ameisenarten sollte eine fachkundige Untersuchung erfolgen.

Beobachtung Erste Maßnahme Wann ein Köder sinnvoll sein kann Wann Fachhilfe sinnvoll ist
Einzelne fliegende Ameisen am Fenster Tiere entfernen, Fenster schließen oder Fliegengitter verwenden. Normalerweise nicht notwendig. Bei wiederholtem Auftreten größerer Mengen.
Viele fliegende Ameisen kommen von draußen Zugänge während des Schwarmflugs schließen und Tiere entfernen. In der Regel nicht erforderlich, solange keine aktive Kolonie im Gebäude festgestellt wird. Wenn die Herkunft der Tiere unklar ist.
Fliegende Ameisen kommen aus einer Fuge oder Wand Austrittsstelle dokumentieren und auf Arbeiterinnen achten. Bei bestätigtem Befall mit einer geeigneten Zielart. Bei wiederholtem Massenaustritt oder schwer erreichbarem Nest.
Zusätzlich gibt es eine deutliche Ameisenstraße Nahrungsquellen entfernen und Laufwege kontrollieren. Ein passender, zugelassener Ameisenköder kann sinnvoll sein. Wenn die Aktivität trotz Maßnahmen anhält.
Fliegende Ameisen treten jedes Jahr an derselben Stelle auf Fundort und mögliche Nestbereiche genauer untersuchen. Wenn eine behandlungsbedürftige Kolonie festgestellt wurde. Wenn ein Nest im Baukörper vermutet wird.
Ungewöhnliche geflügelte Insekten mit Termitenmerkmalen Ein vollständiges Exemplar sichern oder aussagekräftige Fotos aufnehmen. Keine Ameisenköder ohne sichere Bestimmung einsetzen. Zeitnah eine fachkundige Bestimmung veranlassen.

Weitere Hinweise zu Laufwegen, Nestern und der passenden Bekämpfung finden Sie in unserem Ratgeber Ameisen selbst bekämpfen: So gelingt die effektive Bekämpfung.

Fliegende Ameisen bekämpfen: Was hilft wirklich?

Wer fliegende Ameisen dauerhaft loswerden möchte, muss zunächst die Ursache verstehen. Denn die geflügelten Tiere sind häufig nur vorübergehend sichtbar.

Handelt es sich um einen natürlichen Schwarmflug im Außenbereich, ist eine Bekämpfung meistens nicht erforderlich. Befindet sich dagegen eine Ameisenkolonie im Gebäude, kann eine gezielte Behandlung sinnvoll sein.

Nur die fliegenden Ameisen zu entfernen, beseitigt eine vorhandene Kolonie normalerweise nicht. Die ungeflügelten Arbeiterinnen und die Königin können weiterhin im Nest aktiv sein.

Bei einer deutlichen Ameisenstraße kann ein geeigneter Ameisenköder eingesetzt werden. Dabei nehmen Arbeiterinnen den Köder auf und können den enthaltenen Wirkstoff innerhalb der Kolonie weitergeben.

Welches Produkt geeignet ist, hängt von der Ameisenart, dem Einsatzbereich und der geltenden Produktzulassung ab.

Lösung bei Ameisenbefall: Advion Ameisengel

Bei bestätigtem Ameisenbefall kann für berufsmäßige Verwender das Advion Ameisengel eine geeignete Lösung sein, sofern die jeweilige Zielart und Anwendung von der Produktzulassung abgedeckt sind.

Das gebrauchsfertige Ködergel enthält 0,05 % Indoxacarb. Arbeiterinnen werden durch den Köder angelockt, nehmen ihn auf und können den Wirkstoff innerhalb der Ameisenkolonie weitergeben.

Advion Ameisengel kann insbesondere bei folgenden Situationen relevant sein:

  • deutlichen Ameisenstraßen
  • wiederkehrender Ameisenaktivität im Gebäude
  • Ameisen an Fugen und Eintrittsstellen
  • lokalisierten Laufwegen
  • einem bestätigten Befall mit einer für das Produkt vorgesehenen Ameisenart

Wichtig: Advion Ameisengel ist laut Kaeferling-Pro-Produktinformation ausschließlich für berufsmäßige Verwender bestimmt. Es ist kein Mittel zur pauschalen Behandlung fliegender Insekten und kein Termitenbekämpfungsmittel.

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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Was hilft gegen fliegende Ameisen besser als Spray?

Viele Betroffene greifen bei fliegenden Ameisen zunächst zu einem Kontaktspray. Damit werden jedoch hauptsächlich die direkt erreichten Tiere behandelt.

Wenn sich eine Kolonie im Verborgenen befindet, wird die Ursache durch das Besprühen einzelner Ameisen nicht automatisch beseitigt.

Bei bestätigter Ameisenaktivität mit erkennbaren Laufwegen kann deshalb eine geeignete Köderstrategie sinnvoller sein. Arbeiterinnen nehmen den Köder auf und können ihn innerhalb der Kolonie weitergeben.

Allerdings ist ein Köder nicht in jeder Situation notwendig. Während eines kurzfristigen natürlichen Schwarmflugs sind das Schließen von Fenstern und das Entfernen einzelner Tiere häufig ausreichend.

Werden Köder eingesetzt, sollten direkt daneben keine Maßnahmen durchgeführt werden, die die Ameisen von der Köderaufnahme abhalten. Maßgeblich sind immer die Gebrauchsanweisung und die Zulassungsbedingungen des Produkts.

Hausmittel gegen fliegende Ameisen – sinnvoll oder nicht?

Hausmittel wie Essig oder andere stark riechende Substanzen werden häufig gegen Ameisen empfohlen. Solche Maßnahmen können Laufwege kurzfristig beeinflussen, beseitigen aber nicht zuverlässig eine vorhandene Kolonie.

Bei einzelnen fliegenden Ameisen ist häufig überhaupt kein Bekämpfungsmittel notwendig. Fenster schließen, Fliegengitter anbringen und die Tiere entfernen reicht oft aus.

Werden dagegen regelmäßig Ameisenstraßen sichtbar, sollte zuerst die Ursache festgestellt werden. Eine dauerhafte Lösung setzt an den Zugängen, Nahrungsquellen und gegebenenfalls an der vorhandenen Kolonie an.

Fliegende Ameisen vorbeugen

Den natürlichen Schwarmflug von Ameisen in der Umgebung kann man nicht verhindern. Allerdings lässt sich das Risiko reduzieren, dass die Tiere in größerer Anzahl ins Haus gelangen oder dort günstige Bedingungen vorfinden.

Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:

  • Fliegengitter verwenden: Sie verhindern, dass geflügelte Ameisen durch offene Fenster und Türen gelangen.
  • Ritzen und Fugen abdichten: Kontrollieren Sie Fensterrahmen, Sockelleisten und Gebäudedurchführungen.
  • Lebensmittel sicher aufbewahren: Besonders süße und eiweißhaltige Lebensmittel können Ameisen anlocken.
  • Abfälle regelmäßig entsorgen: Offene Abfälle und Lebensmittelreste bieten zusätzliche Nahrungsquellen.
  • Tierfutter nicht dauerhaft offen stehen lassen: Auch Futterreste können Ameisen anziehen.
  • Feuchtigkeitsschäden beseitigen: Geschützte oder feuchte Gebäudebereiche können für bestimmte Ameisenarten attraktiv sein.
  • Ameisenstraßen frühzeitig beobachten: Wiederkehrende Laufwege helfen dabei, mögliche Eintrittsstellen und Nester zu erkennen.

Fazit: Fliegende Ameisen sind häufig harmlos – wiederkehrende Funde sollte man prüfen

Fliegende Ameisen gehören zum natürlichen Lebenszyklus vieler Ameisenarten. Besonders während der warmen Monate können zahlreiche geflügelte Geschlechtstiere gleichzeitig auftreten.

Einzelne Tiere am Fenster oder ein kurzzeitiger Schwarmflug im Garten sind normalerweise kein Grund zur Sorge.

Wichtig ist jedoch die richtige Unterscheidung: Fliegende Ameisen besitzen eine eingeschnürte Taille, geknickte Fühler und unterschiedlich lange Flügelpaare. Dadurch lassen sie sich von geflügelten Termiten unterscheiden.

Treten immer wieder größere Mengen im Gebäude auf, kommen Ameisen aus Fugen oder Bauteilen oder sind zusätzlich Ameisenstraßen vorhanden, sollte die Ursache untersucht werden.

Grundsätzlich gilt: Erst die Tiere bestimmen und die Befallssituation beurteilen – anschließend eine geeignete Bekämpfungsmaßnahme auswählen.

Häufige Fragen zu fliegenden Ameisen und Ameisen im Haus

Was hilft am besten gegen Ameisen im Haus?

Zunächst sollten Nahrungsquellen beseitigt, Lebensmittel verschlossen und Eintrittsstellen kontrolliert werden. Bei einer bestätigten Ameisenstraße kann ein geeigneter Köder sinnvoll sein. Die Produktauswahl hängt von Ameisenart, Einsatzort und Zulassung ab.

Passende Produkte zur Ameisenbekämpfung finden Sie in unserer Ameisen-Kategorie.

Muss man einzelne fliegende Ameisen im Haus bekämpfen?

Nein, nicht unbedingt. Einzelne geflügelte Ameisen können während des Schwarmflugs durch offene Fenster oder Türen ins Haus gelangen. Meist reicht es aus, sie zu entfernen und zu beobachten, ob weitere Ameisen auftreten.

Wie erkenne ich, ob es fliegende Ameisen oder Termiten sind?

Fliegende Ameisen besitzen eine deutlich eingeschnürte Taille, geknickte Fühler und unterschiedlich lange Vorder- und Hinterflügel. Geflügelte Termiten haben dagegen einen breiteren Körperübergang, überwiegend gerade Fühler und annähernd gleich lange Flügelpaare. Bei Unsicherheit sollte eine fachkundige Bestimmung erfolgen.

Warum haben manche Ameisen Flügel und andere nicht?

In einer Ameisenkolonie übernehmen unterschiedliche Tiere verschiedene Aufgaben. Die meisten sichtbaren Arbeiterinnen besitzen keine Flügel. Geschlechtsreife Männchen und Jungköniginnen sind bei vielen Arten dagegen geflügelt, damit sie das Nest während der Fortpflanzungsphase verlassen können.

Nach der Paarung werfen begattete Jungköniginnen gewöhnlich ihre Flügel ab. Die Männchen sterben in der Regel nach kurzer Zeit. Deshalb können innerhalb derselben Ameisenart sowohl geflügelte als auch ungeflügelte Tiere vorkommen.

Weitere Informationen: Umweltbundesamt – Ameisen.

Warum liegen plötzlich Flügel auf der Fensterbank?

Plötzlich auftretende lose Flügel auf Fensterbänken, an Fußleisten oder in der Nähe von Ritzen können auf einen zurückliegenden Schwarmflug hindeuten.

Bei Ameisen werfen begattete Jungköniginnen ihre Flügel nach dem Paarungsflug ab. Die Flügel können anschließend auf Fensterbänken, Böden oder anderen Oberflächen liegen bleiben.

Allerdings sind lose Flügel allein kein sicherer Nachweis für Ameisen. Auch geflügelte Termiten können nach dem Schwärmen ihre Flügel verlieren. Deshalb sollte nach Möglichkeit ein vollständiges Insekt untersucht werden.

Wenn immer wieder größere Mengen von Flügeln in geschlossenen Räumen auftreten, sollte geprüft werden, ob die Tiere aus einer Fuge, Fußleiste oder einem anderen Gebäudebereich kommen. Das kann auf ein Nest im Gebäude oder in unmittelbarer Nähe hinweisen, beweist dies allein jedoch noch nicht.

Zur weiteren Einordnung hilft die Bestimmung der Tiere und die Kontrolle möglicher Laufwege. Informationen zu typischen Ameisenarten und Befallsanzeichen finden Sie unter Kaeferling Pro – Ameisen erkennen und Ursachen verstehen.

Sind viele fliegende Ameisen im Haus ein Zeichen für ein Nest?

Das ist möglich, aber nicht automatisch der Fall. Viele Tiere können während eines starken Schwarmflugs auch von draußen ins Gebäude gelangt sein. Kommen sie dagegen wiederholt aus derselben Fuge, Wand oder Sockelleiste, sollte die mögliche Neststelle untersucht werden.

Wann ist die Schwarmzeit von fliegenden Ameisen?

Die Schwarmzeit hängt von Ameisenart, Region und Witterung ab. Bei der in Deutschland häufigen Schwarzen Wegameise liegt sie überwiegend im Juli und August. Andere Arten können früher oder später im Jahr ausschwärmen.

Warum schwärmen Ameisen nach Regen?

Nach sommerlichen Regenfällen können günstige Bedingungen für einen Schwarmflug entstehen, insbesondere wenn es anschließend warm und vergleichsweise windstill ist. Regen allein löst jedoch nicht bei allen Arten einen Schwarmflug aus. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Temperatur, Feuchtigkeit, Wind und artspezifischen Bedingungen.

Ist Köder oder Spray besser gegen Ameisen?

Das hängt von der Befallssituation ab. Ein Kontaktspray erreicht hauptsächlich direkt behandelte Tiere. Ein geeigneter Ameisenköder kann bei einer vorhandenen Ameisenstraße sinnvoll sein, weil Arbeiterinnen den Wirkstoff innerhalb der Kolonie weitergeben können. Bei einzelnen fliegenden Ameisen ist häufig keine chemische Bekämpfung erforderlich.

Wann sollte man einen Schädlingsbekämpfer bei Ameisen rufen?

Fachkundige Hilfe ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Befall trotz Maßnahmen bestehen bleibt, zahlreiche Tiere wiederholt aus Bauteilen austreten, ein Nest im Gebäude vermutet wird oder die Ameisenart nicht sicher bestimmt werden kann.

Auch bei einem konkreten Termitenverdacht sollte eine professionelle Bestimmung erfolgen.

In Köln, Hürth und Umgebung unterstützt der Kaeferling Service bei der professionellen Schädlingsbekämpfung vor Ort.

Wegameise oder Pharaoameise? Mit Fachwissen richtig entscheiden

Bei Ameisen im Haus oder Betrieb ist die sichere Artbestimmung entscheidend. Während einige Arten hauptsächlich von außen eindringen, können andere dauerhaft in beheizten Innenräumen leben und eine besondere Bekämpfungsstrategie erfordern.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Wegameise oder Pharaoameise erkennen.

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  • einen Ameisenbefall systematisch zu untersuchen
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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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