AGB

Stand: 02. Oktober 2026

Inhaltsverzeichnis

  1. Anwendungsbereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  2. Informationen zu Angeboten und Bestellvorgängen
  3. Kundenaccount/Kundenkonto
  4. Datenschutz und Vertraulichkeit
  5. Angaben zu Preisen und Versandkosten
  6. Zahlungsmethoden und Zahlungsbedingungen
  7. Lieferung und Verfügbarkeit von Waren
  8. Regelungen zum Eigentumsvorbehalt
  9. Herstellung und Anpassung nach Kundenangaben
  10. Weiterveräußerung der gelieferten Waren und Nutzung der Waren
  11. Gewährleistung und Haftungsregelungen
  12. Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  13. Schlussbestimmungen

1. Anwendungsbereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

1.1 Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“ genannt) gelten für sämtliche Geschäftsbeziehungen zwischen der Agrezor International GmbH, Luxemburger Str. 79-83, 50354 Hürth (im Folgenden „Verkäufer“) und dem Käufer der Produkte des Verkäufers (im Folgenden „Kunde“).

1.2 Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, selbst dann nicht, wenn der Verkäufer seine Leistung ohne Widerspruch erbringt, es sei denn, der Verkäufer hat der Geltung der abweichenden Bedingungen in Schriftform oder Textform zugestimmt.

1.3 Das Angebot des Verkäufers richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB werden über diesen Online-Shop nicht geschlossen.

Unternehmer im Sinne des § 14 BGB ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

1.4 Mit Abgabe seiner Bestellung bestätigt der Kunde ausdrücklich, dass er die Bestellung ausschließlich in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit beziehungsweise für eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen tätigt und nicht als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB handelt.

Der Kunde ist verpflichtet, im Bestellprozess vollständige und zutreffende Angaben zu seiner unternehmerischen Tätigkeit zu machen.

1.5 Der Verkäufer ist berechtigt, vor oder nach Annahme der Bestellung geeignete Nachweise über die Unternehmereigenschaft des Kunden zu verlangen, insbesondere einen Gewerbenachweis, Handelsregisterauszug, Nachweis einer freiberuflichen Tätigkeit oder vergleichbare Unterlagen.

Werden angeforderte Nachweise nicht innerhalb angemessener Frist erbracht oder bestehen begründete Zweifel an der Unternehmereigenschaft des Kunden, ist der Verkäufer berechtigt, die Bestellung abzulehnen beziehungsweise – soweit bereits ein Vertrag zustande gekommen ist – die ihm gesetzlich zustehenden Rechte auszuüben.

1.6 Der Kunde ist für die Richtigkeit seiner Angaben zum geschäftlichen Verwendungszweck verantwortlich. Gibt eine natürliche Person gegenüber dem Verkäufer bewusst unzutreffend an, die Bestellung in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit vorzunehmen, obwohl die Bestellung tatsächlich ausschließlich privaten Zwecken dient, bleiben die sich aus den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere den Grundsätzen von Treu und Glauben, ergebenden Rechtsfolgen unberührt.

2. Informationen zu Angeboten und Bestellvorgängen, Ablauf von Bestellungen und Zustandekommen es Vertrages

2.1 Die Präsentation der Produkte im Onlineshop, auf Webseiten sowie in digitalen oder gedruckten Broschüren, Katalogen oder vergleichbaren Darstellungen des Verkäufers stellt kein verbindliches Angebot dar. Sie ist lediglich als Aufforderung an den Kunden zu verstehen, eine Bestellung abzugeben und damit ein Angebot zu unterbreiten.

2.2 Der Kunde ist verpflichtet sich, die Richtigkeit der von ihnen gemachten Angaben sicherzustellen und dem Verkäufer notwendige Änderungen unverzüglich mitzuteilen, sofern diese für die Vertragserfüllung relevant sind. Insbesondere muss der Kunde gewährleisten, dass die angegebenen E-Mail-Adressen und Lieferadressen korrekt sind und potenzielle Empfangshindernisse, die in ihrem Verantwortungsbereich liegen, vermieden werden. Es wird empfohlen, dass Kunden die Hinweise im Bestellprozess sorgfältig beachten und, falls erforderlich, unterstützende Funktionen ihrer Soft- oder Hardware nutzen. Pflichtangaben sind deutlich gekennzeichnet. Bis zum Absenden der Bestellung können Kunden ihre Eingaben jederzeit prüfen, ändern oder den Bestellvorgang abbrechen – etwa durch Browser-Funktionen oder gängige Bedienmöglichkeiten ihres Geräts.

2.3 Der Kunde kann Produkte aus dem Sortiment des Verkäufers auswählen und in den Warenkorb legen. Dort lassen sich die ausgewählten Artikel jederzeit ändern oder löschen. Anschließend kann der Kunde den Bestellvorgang fortsetzen und abschließen.

2.4 Mit dem Klick auf die Schaltfläche zum Abschluss der Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Kauf der im Warenkorb enthaltenen Produkte ab. Die Bestätigung des Eingangs der Bestellung stellt keine Annahme des Angebots durch den Verkäufer dar.

2.5 Der Verkäufer kann das Angebot des Kunden innerhalb von 14 Tagen annehmen. Die Frist beginnt mit dem Abschluss des Bestellvorgangs und endet nach Ablauf des letzten Tages. Die Annahme erfolgt entweder durch ausdrückliche Bestätigung per E-Mail, den Versand der Ware, den Erhalt der Ware durch den Kunden oder durch eine Zahlungsaufforderung und den Abschluss des Zahlungsvorgangs. Maßgeblich ist der früheste Annahmezeitpunkt. Nimmt der Verkäufer das Angebot nicht innerhalb der Frist an, kommt kein Vertrag zustande und der Kunde ist nicht mehr an sein Angebot gebunden.

2.6 Der Kunde kann dem Verkäufer ein verbindliches Angebot auch via Telefonat, Fax, Kontaktformular oder Post unterbreiten. Die Annahme des Angebots durch den Verkäufer erfolgt entweder durch eine ausdrückliche Bestätigung per E-Mail, den Versand der Ware, den Erhalt der Ware durch den Kunden oder durch eine Zahlungsaufforderung und den Abschluss des Zahlungsvorgangs.

2.7 Zur Optimierung des Bestellvorgangs und zur Gewährleistung einer reibungslosen Vertragsanbahnung behält sich der Verkäufer vor, Kunden, die Unternehmer im Sinne der Ziffer 1.2 sind, bei unvollständigen oder abgebrochenen Bestellvorgängen (sog. Warenkorbabbrecher) unter Verwendung der bereits im Bestellprozess hinterlegten Kontaktdaten telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren. Diese Kontaktaufnahme erfolgt ausschließlich zu Servicezwecken, um etwaige technische Schwierigkeiten im Online-Shop zu klären, Unterstützung beim Abschluss der Bestellung anzubieten oder offene Fragen zu den ausgewählten Produkten zu beantworten. Der Kunde kann dieser Verwendung seiner Daten jederzeit formlos widersprechen.

3. Kundenaccount/Kundenkonto

3.1 Kunden, die eine Bestellung über den Online-Shop tätigen möchten, müssen sich für ein Kundenkonto registrieren.

3.2 Die Registrierung für ein Kundenkonto ist nur Unternehmen, Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen gestattet.  Bestellungen ohne Registrierung (Gastbestellungen) sind nicht möglich.

3.3 Kunden sind verpflichtet, im Kundenkonto korrekte und aktuelle Angaben zu hinterlegen und diese bei Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse zu aktualisieren. Für Nachteile, die durch unrichtige oder veraltete Angaben entstehen, haften die Kunden selbst.

3.4 Kunden tragen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Zumutbarkeit die Verantwortung für ihr Kundenkonto. Das heißt, sie sind verpflichtet, ihre Zugangsdaten mit größter Sorgfalt zu behandeln und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um deren Sicherheit zu gewährleisten und eine Weitergabe an Dritte zu verhindern. Besteht der Verdacht, dass Dritte Zugang zu den Zugangsdaten erlangt haben oder das Kundenkonto missbraucht wird, müssen die Kunden den Verkäufer unverzüglich darüber informieren.

3.5 Das Kundenkonto darf ausschließlich im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere unter Beachtung der Rechte Dritter, sowie gemäß den AGB des Verkäufers genutzt werden. Die Nutzung erfolgt über die vom Verkäufer bereitgestellten Zugriffsmasken oder technischen Zugriffswege. Jegliche andere Nutzung, insbesondere durch externe Software, Bots oder Crawler ist untersagt.

3.6 Kunden können ihr Kundenkonto jederzeit kündigen. Der Verkäufer kann das Kundenkonto mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt vorbehalten.

3.7 Nach der Kündigung ist das Kundenkonto sowie die darin gespeicherten Informationen für den Kunden nicht mehr zugänglich. Es obliegt dem Kunden, seine Daten vor der Kündigung zu sichern.

3.8 Der Verkäufer speichert den Inhalt des Vertrages und übermittelt diesen dem Kunden in Textform, etwa per E-Mail. Vor dem Absenden der Bestellung hat der Kunde die Möglichkeit, den vertraglichen Inhalt durch die Druckfunktion oder Speicherfunktion seines Browsers zu sichern. Der Verkäufer ist auch berechtigt, die Vertragsunterlagen durch einen Verweis auf eine Onlinequelle zur Verfügung zu stellen.

3.9 Kunden, die ein Kundenkonto eingerichtet haben, können ihre aufgegebenen Bestellungen im Kontobereich einsehen. Die Vertragssprache ist Deutsch.

4. Datenschutz und Vertraulichkeit

4.1 Der Verkäufer verpflichtet sich, personenbezogene Daten des Kunden nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften zu verarbeiten. Details zur Datenverarbeitung sind in der Datenschutzerklärung des Verkäufers geregelt. 

4.2 Der Kunde verpflichtet sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen vertraulichen Informationen, insbesondere über Produkte, Geschäftsprozesse und Preiskalkulationen, vertraulich zu behandeln und nur im Rahmen der Vertragszwecke zu verwenden. 

4.3 Die Verpflichtung zur Vertraulichkeit gilt über das Ende des Vertragsverhältnisses hinaus. Sie entfällt, wenn die Informationen ohne Verschulden des Kunden öffentlich zugänglich werden oder der Kunde gesetzlich zur Offenlegung verpflichtet ist.

4.4 Verstößt der Kunde schuldhaft gegen die Vertraulichkeitsverpflichtung verpflichtet er sich zur Zahlung einer angemessenen Vertragsstrafe, deren Höhe nach Ermessen des Verkäufers festzulegen ist. Die Vertragsstrafe darf einen Betrag von 7.500 Euro pro Verstoß nicht überschreiten. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist. Die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Schadens bleibt unberührt. 

4.5 Kommunikation über WhatsApp Business
Der Verkäufer ist berechtigt, Kunden im Rahmen der Vertragsabwicklung zusätzlich über einen WhatsApp-Business-Account zu kontaktieren, sofern der Kunde hierfür seine Mobilfunknummer angegeben hat oder der Nutzung dieses Kommunikationswegs zugestimmt hat.

Die Kommunikation über WhatsApp erfolgt ausschließlich zu Zwecken der Auftrags- und Versandabwicklung, insbesondere zur Übermittlung von Informationen zum Bestellstatus, Versand, Lieferterminen oder Rückfragen zur Bestellung. Eine Nutzung zu Werbe- oder Marketingzwecken erfolgt nicht.
Der Kunde kann der Kommunikation über WhatsApp jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprechen. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung sind der Datenschutzerklärung des Verkäufers zu entnehmen.

5. Angaben zu Preisen und Versandkosten

5.1 Sofern nicht anders angegeben, sind alle Preise Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.

5.2 Der Verkäufer behält sich vor, Mindestbestellmengen oder Staffelpreise festzulegen. Diese werden dem Kunden im Bestellprozess oder in der Produktbeschreibung mitgeteilt.

5.3 Anfallende Liefer- und Versandkosten werden dem Kunden in der Produktbeschreibung sowie vor Abschluss der Bestellung angezeigt oder verlinkt.

6. Zahlungsmethoden und Zahlungsbedingungen

6.1 Vor Vertragsschluss behält sich der Verkäufer das Recht vor, eine Bonitätsprüfung des Kunden durchzuführen. Ergibt die Prüfung eine negative Bonitätsbewertung, ist der Verkäufer berechtigt, Sicherheiten oder Vorkasse zu verlangen oder vom Vertrag zurückzutreten.

6.2 Bei der Nutzung von Zahlungsdienstleistern gelten zusätzlich deren Geschäftsbedingungen und Datenschutzhinweise. Kunden sollten die Geschäftsbedingungen und Datenschutzhinweise der Zahlungsdienstleister im Rahmen des Bezahlvorgangs beachten, da die Bereitstellung und Abwicklung von Zahlungsmethoden auch von Vereinbarungen zwischen Kunden und Zahlungsdienstleistern abhängen kann.

6.3 Der Kunde ist dafür verantwortlich, die Voraussetzungen für die gewählte Zahlungsart zu erfüllen. Dazu gehören ausreichende Kontodeckung, erforderliche Registrierungen, Legitimierungen, Autorisierungen sowie die Bestätigung von Transaktionen.

6.4 Kann eine Zahlung wegen unzureichender Kontodeckung, falscher Bankangaben oder unberechtigtem Widerspruch des Kunden nicht durchgeführt oder muss aufgrund fehlender Kontodeckung oder falscher Bankdaten zurückgebucht werden, trägt der Kunde die entstehenden Gebühren.

6.5 Vorkasse: Bei Zahlung per Vorkasse wird der Betrag, sofern nicht anders vereinbart, mit Vertragsschluss fällig. Der Verkäufer informiert den Kunden über seine Bankverbindung. Die Lieferung erfolgt nach Zahlungseingang. Geht die Zahlung trotz Fälligkeit und einer erneuten Aufforderung nicht innerhalb von 14

Kalendertagen nach Versand der Bestellbestätigung beim Verkäufer ein, kann dieser vom Vertrag zurücktreten. Die Bestellung erlischt dann ohne weitere Verpflichtungen für beide Parteien.

6.6 Kauf auf Rechnung: Diese Zahlungsart steht ausschließlich öffentlichen Einrichtungen als Kunden zur Verfügung. Der Rechnungsbetrag wird nach Lieferung der Ware und Erhalt der Rechnung fällig. Die Zahlung erfolgt ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen auf das angegebene Bankkonto des Verkäufers, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.

6.7 Kreditkartenzahlung: Mit der Bestellung hinterlegt der Kunde seine Kreditkartendaten. Die Belastung der Kreditkarte erfolgt unmittelbar nach Abschluss der Bestellung und Autorisierung durch den rechtmäßigen Karteninhaber.

6.8 PayPal: Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Boulevard Royal, L-2449 Luxembourg („PayPal“): Am Ende des Bestellvorgangs werden Kunden direkt zu PayPal weitergeleitet. Für Kunden mit PayPal-Konto gelten die PayPal-Nutzungsbedingungen; für Kunden ohne PayPal-Konto gelten die Bedingungen für Gastzahlungen. Eine Entscheidung von PayPal über Käuferschutz, Rückbelastung (Chargeback) oder eine sonstige Rückbuchung betrifft ausschließlich die Zahlungsabwicklung und entscheidet nicht darüber, ob dem Kunden nach dem Kaufvertrag Mängel-, Rücktritts-, Minderungs- oder Schadensersatzansprüche zustehen. Wird eine dem Verkäufer zunächst vorbehaltlos gutgeschriebene Zahlung aufgrund eines vom Kunden veranlassten Käuferschutz- oder Rückbelastungsverfahrens dem Kunden wieder gutgeschrieben und das Konto des Verkäufers entsprechend rückbelastet, lebt die Kaufpreisforderung wieder auf, soweit sie nicht aus einem anderen Rechtsgrund erloschen ist. Der Verkäufer kann in diesem Fall die erneute Zahlung des Kaufpreises verlangen. Eine Rücksendung der Ware anstelle der Zahlung ist nur zulässig, wenn der Verkäufer dem vorher in Textform zustimmt oder dem Kunden ein gesetzliches oder ausdrücklich vereinbartes Rückabwicklungsrecht zusteht.

6.9 Google Pay: Die Nutzung von Google Pay erfordert eine vorherige Registrierung für diesen Zahlungsdienst. Die Zahlung erfolgt nach den Bedingungen von Google Pay, die dem Kunden im Bestellprozess angezeigt werden. Weitere Informationen sind unter https://pay.google.com verfügbar.

6.10 Apple Pay: Für die Nutzung von Apple Pay ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Die Zahlung erfolgt gemäß den Bedingungen von Apple Pay, die dem Kunden im Bestellprozess angezeigt werden. Weitere Informationen sind unter https://www.apple.com/de/apple-pay/ verfügbar.

6.11 Sofort: Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Anbieter Sofort GmbH unter Nutzung der Online-Banking-Daten des Kunden. Der Betrag wird direkt nach Abschluss der Bestellung gemäß den Bedingungen von Klarna Sofortüberweisung verarbeitet, die dem Kunden während des Bestellvorgangs angezeigt werden. Weitere Details finden Sie unter: https://www.klarna.com/sofort/.

6.12 Gerät der Kunde mit einer Entgeltforderung in Verzug, kann der Verkäufer die gesetzliche Verzugspauschale gemäß § 288 Abs. 5 BGB in Höhe von 40,00 Euro verlangen. Die Pauschale ist auf einen geschuldeten Schadensersatz anzurechnen, soweit dieser in Kosten der Rechtsverfolgung besteht. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

6.13 Bei Zahlungsverzug schuldet der Kunde für Entgeltforderungen die gesetzlichen Verzugszinsen. Bei Rechtsgeschäften, an denen ein Verbraucher nicht beteiligt ist, beträgt der Verzugszinssatz neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens, insbesondere erforderlicher Rechtsverfolgungs- und Inkassokosten, bleibt unberührt.

6.14 Der Kunde ist zur Aufrechnung nur mit rechtskräftig festgestellten oder unbestrittenen Gegenforderungen berechtigt. Diese Beschränkung gilt nicht für Gegenansprüche aus demselben Vertragsverhältnis, soweit diese mit der Forderung des Verkäufers rechtlich eng verknüpft sind.

6.15 Auslands-, Fremdwährungs- und Bankgebühren: Maßgeblich ist die auf der Rechnung oder im Bestellprozess als zahlbar ausgewiesene Rechnungswährung. Eine daneben angezeigte Umrechnung in eine andere Währung dient, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, lediglich der Information. Bei Überweisungen, insbesondere bei Auslands- oder Fremdwährungszahlungen, hat der Kunde die Zahlung so zu veranlassen, dass dem Verkäufer der vollständige geschuldete Rechnungsbetrag ohne Abzug transaktionsbezogener Bank-, Korrespondenzbank-, Fremd- oder Übermittlungsentgelte gutgeschrieben wird. Soweit der Zahlungsdienstleister des Kunden unterschiedliche Optionen anbietet, hat der Kunde – soweit rechtlich zulässig – eine Option zu wählen, bei der solche Entgelte nicht zulasten des dem Verkäufer gutzuschreibenden Rechnungsbetrags gehen. Werden gleichwohl Gebühren oder Kosten vom Überweisungsbetrag abgezogen und dem Verkäufer deshalb weniger als der geschuldete Rechnungsbetrag gutgeschrieben, bleibt der Differenzbetrag geschuldet. Entsprechendes gilt für Wechselkurs- oder Umrechnungsdifferenzen, wenn der Verkäufer ausnahmsweise einer Zahlung in einer anderen als der geschuldeten Rechnungswährung zustimmt. Zwingende gesetzliche Vorgaben über die Kostenverteilung bei Zahlungsdiensten bleiben unberührt; insbesondere begründet diese Regelung kein gesondertes Entgelt des Verkäufers für die Nutzung eines Zahlungsmittels.

7. Lieferung und Verfügbarkeit von Waren

7.1 Die Lieferung der bestellten Waren erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferadresse, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

7.2 Wird durch einen Zahlungsdienstleister eine Lieferanschrift hinterlegt und dem Verkäufer durch die Nutzung des Zahlungsmittels als maßgeblich übermittelt, erfolgt die Lieferung an diese abweichende Adresse.

7.3 Scheitert die Warenlieferung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, trägt dieser die angemessenen Kosten für Hin- und Rücksendung.

7.4 Scheitert die Zustellung der Ware aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, nach drei Zustellversuchen, ist der Verkäufer berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. Bereits geleistete Zahlungen werden dem Kunden unverzüglich zurückerstattet.

7.5 Ist die bestellte Ware nicht verfügbar, weil der Verkäufer ohne eigenes Verschulden trotz zumutbarer Bemühungen nicht von seinem Lieferanten beliefert wird, kann der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten. Der Kunde wird in diesem Fall unverzüglich informiert und erhält gegebenenfalls den Vorschlag einer vergleichbaren Ware. Ist keine vergleichbare Ware verfügbar oder lehnt der Kunde diese ab, erstattet der Verkäufer bereits geleistete Zahlungen umgehend zurück.

7.6 Liefer- und Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt oder unvorhersehbarer Ereignisse, die die Lieferung erheblich erschweren oder unmöglich machen, sind vom Verkäufer gegenüber Unternehmern nicht zu vertreten, auch bei verbindlich vereinbarten Fristen. Der Verkäufer ist in solchen Fällen berechtigt, die Lieferung um die Dauer der Behinderung zu verschieben. Dies gilt auch, wenn unvorhersehbare Ereignisse beim Vorlieferanten eintreten und weder dieser noch der Verkäufer dafür verantwortlich sind. Ist die Verzögerung unzumutbar, kann der Kunde nach Setzen einer angemessenen Frist oder einvernehmlicher Rücksprache schriftlich vom Vertrag zurücktreten.

7.7 Kunden sind angehalten, offensichtliche Transportschäden direkt beim Zusteller oder Frachtführer zu melden und den Verkäufer darüber zu informieren.

7.8 Rücksendungen und Umtausch von Waren sind nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verkäufers möglich. Rücksendungen erfolgen auf Kosten und Risiko des Kunden, sofern keine anderslautende Vereinbarung getroffen wurde. Gewährleistungsrechte bleiben von dieser Regelung unberührt.

7.9 Die Gefahr des zufälligen Untergangs oder der zufälligen Verschlechterung der Ware geht für Kunden auf diese über, sobald der Verkäufer die Ware an den Spediteur, Frachtführer oder eine andere für den Versand bestimmte Person oder Stelle übergibt. Angegebene Liefertermine und Fristen sind, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, unverbindlich und keine Fixtermine. 

7.10 Einsatz externer Logistikdienstleister
Der Verkäufer ist berechtigt, zur Erfüllung seiner vertraglichen Lieferpflichten externe Logistik- und Fulfillment-Dienstleister einzusetzen. Diese übernehmen insbesondere Tätigkeiten im Bereich Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung und Versand der Ware.
Zu diesem Zweck erhalten die beauftragten Dienstleister die für die Vertragsabwicklung erforderlichen Daten, insbesondere Liefer- und Versandinformationen. Eine weitergehende Nutzung der Daten erfolgt nicht.
Die Auswahl der Dienstleister erfolgt sorgfältig. Der Verkäufer bleibt gegenüber dem Kunden Vertragspartner und verantwortlich für die ordnungsgemäße Vertragserfüllung.

8. Regelungen zum Eigentumsvorbehalt

8.1 Erbringt der Verkäufer eine Vorleistung, bleibt die gelieferte Ware bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Verkäufers.

8.2 Die gelieferten Produkte bleiben bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus der Geschäftsbeziehung Eigentum des Verkäufers. Der Kunde ist verpflichtet, die Ware sorgfältig zu behandeln und, sofern branchenüblich, auf eigene Kosten gegen Diebstahl, Feuer und Wasserschäden zum Neuwert zu versichern. Notwendige Wartungs- und Inspektionsarbeiten hat der Kunde rechtzeitig und auf eigene Kosten durchzuführen. Wird die Ware verarbeitet oder mit anderen Gegenständen verbunden, erwirbt der Verkäufer anteilig Miteigentum an der neuen Sache, entsprechend dem Wertverhältnis zur Zeit der Verarbeitung. Forderungen, die durch Verbindung der Vorbehaltsware mit einem Grundstück gegen Dritte entstehen, werden zur Sicherung an den Verkäufer abgetreten. Der Kunde muss Zugriffe Dritter auf die Ware oder abgetretene Forderungen unverzüglich melden. Die Kosten für Maßnahmen zur Abwehr dieser Zugriffe, wie Drittwiderspruchsklagen oder außergerichtliche Freigaben, trägt der Kunde.

9. Herstellung und Anpassung nach Kundenangaben

9.1 Ist vereinbart, dass der Verkäufer ein Produkt nach den Vorgaben des Kunden herstellt oder verarbeitet, muss der Kunde die dafür notwendigen Informationen und Materialien bereitstellen sowie erforderliche Mitwirkungshandlungen erbringen.

9.2 Der Kunde wird im Zuge der Produktbeschreibung oder während des Bestellprozesses über die erforderlichen Mitwirkungspflichten informiert.

9.3 Der Kunde hat bei der Erfüllung seiner Mitwirkungspflichten insbesondere darauf zu achten, Informationen und Materialien im vereinbarten Format, über den vereinbarten Übermittlungsweg sowie unter Einhaltung technischer Vorgaben und Fristen bereitzustellen.

9.4 Der Kunde versichert, nur solche Informationen und Materialien bereitzustellen und Mitwirkungshandlungen vorzunehmen, die rechtlich zulässig sind und keine Schutzrechte Dritter verletzen. Insbesondere muss der Kunde sicherstellen, dass er die erforderlichen Nutzungs- und Verfügungsrechte für die Verarbeitung durch den Verkäufer besitzt. Der Verkäufer trägt keine Kosten für die vom Kunden erbrachte Mitwirkung. Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, die Rechtmäßigkeit der vom Kunden bereitgestellten Inhalte zu prüfen.

9.5 Der Kunde stellt den Verkäufer sowie dessen Mitarbeiter und Vertreter von jeglicher Haftung oder Ansprüchen Dritter oder Behörden frei, die aufgrund der Mitwirkung des Kunden entstehen und vom Kunden zu vertreten sind. Die Freistellung schließt notwendige und angemessene Kosten der Rechtsverteidigung ein. Darüber hinaus verpflichtet sich der Kunde, den Verkäufer bei der Abwehr solcher Ansprüche durch zumutbare Mitwirkungshandlungen und Bereitstellung erforderlicher Informationen zu unterstützen.

9.6 Der Verkäufer ist berechtigt, Verarbeitungsaufträge auch nach Vertragsschluss abzulehnen, wenn objektive Anhaltspunkte darauf hinweisen, dass die geltende Rechtslage, Rechte Dritter oder die guten Sitten verletzt werden könnten. Die Entscheidung erfolgt auf Grundlage einer sachgerechten Abwägung.

10. Weiterveräußerung der gelieferten Waren und Nutzung der Waren

10.1 Die Weiterveräußerung der gelieferten Waren ist dem Kunden ohne vorherige, ausdrückliche Zustimmung des Verkäufers in Textform (z. B. per E-Mail) untersagt. Die Zustimmung wird insbesondere davon abhängig gemacht, dass die Weiterveräußerung ausschließlich in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Verkäufers hinsichtlich Vertriebskanälen, Markenimage und Positionierung erfolgt. Der Verkäufer behält sich damit vor, Weiterveräußerungen zu untersagen, wenn berechtigte Interessen, wie der Schutz des Know-hows, der Markenreputation oder der exklusiven Vertriebsstruktur, beeinträchtigt würden. Der Kunde verpflichtet sich, keine Vertriebswege zu nutzen oder Dritten zu eröffnen, die gegen diese Interessen des Verkäufers verstoßen.

10.2. Verstößt der Kunde gegen diese Regelung, ist der Verkäufer berechtigt, eine Vertragsstrafe in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Verstoß zu verlangen. Die genaue Höhe wird nach billigem Ermessen durch den Verkäufer festgelegt und richtet sich nach der Schwere des Verstoßes. Weitergehende Schadensersatzansprüche bleiben hiervon unberührt. Die Vertragsstrafe wird auf Schadensersatzansprüche angerechnet.

10.3 Produkte, die unter die Europäische Biozid-Verordnung fallen, dürfen nur in den vorgesehenen Ländern und gemäß den nationalen Vorgaben des Bestimmungsortes verwendet werden. Der Kunde verpflichtet sich, die gesetzlichen Anforderungen des Verwendungsorts eigenverantwortlich zu prüfen und einzuhalten.

10.4 Der Kunde hat die gelieferten Produkte ausschließlich entsprechend ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung, dem Produktetikett, der Gebrauchsanweisung, einem gegebenenfalls bereitgestellten Sicherheitsdatenblatt sowie den sonstigen vom Verkäufer oder Hersteller bereitgestellten Anwendungs-, Dosierungs-, Lagerungs- und Sicherheitshinweisen einzusetzen. Der Kunde hat die jeweils anwendbaren gesetzlichen und normativen Anforderungen einzuhalten, insbesondere – soweit einschlägig – die Europäische Biozid-Verordnung (VO (EU) Nr. 528/2012), die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), die REACH-Verordnung, die DIN EN 16636 sowie die DIN 10523. Soweit der Verkäufer nicht ausdrücklich die Eignung für einen bestimmten Untergrund, ein bestimmtes Material oder eine besondere Anwendung zugesagt hat, obliegt dem Kunden als gewerblichem Anwender die fachgerechte Prüfung, ob das Produkt für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist.

10.5 Bei empfindlichen, hochwertigen oder hinsichtlich ihrer Materialverträglichkeit unbekannten Oberflächen hat der Kunde vor einer flächigen Anwendung (soweit dies nach Art des Produkts und des vorgesehenen Einsatzes fachlich üblich und zumutbar ist und keine ausdrückliche Freigabe für die konkrete Oberfläche vorliegt) einen Verträglichkeitstest an einer unauffälligen Stelle durchzuführen. Zeigen sich dabei oder während der Anwendung erkennbare unerwünschte Reaktionen oder Schadensanzeichen, ist die Anwendung unverzüglich einzustellen und eine weitere Verwendung bis zur Klärung zu unterlassen.

11. Gewährleistung und Haftungsregelungen

11.1 Die Gewährleistung (Mängelhaftung) und die Haftung für sonstige Leistungsstörungen richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen, soweit sie nicht durch die folgenden Regelungen abweichend festgelegt sind.

11.2 Ansprüche des Kunden wegen Sach- und Rechtsmängeln verjähren, soweit gesetzlich zulässig, in einem Jahr ab Ablieferung der Ware. Unberührt bleiben zwingende längere gesetzliche Fristen, insbesondere bei Arglist oder einer übernommenen Garantie, sowie zwingende Rückgriffsansprüche in der Lieferkette. Für Schadensersatzansprüche gelten ergänzend die Haftungsregelungen dieser Ziffer 11; die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und nach sonstigen zwingenden gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt.

11.3 Bei gebrauchten Waren ist die Mängelhaftung, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Der Ausschluss gilt insbesondere nicht bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, bei einer übernommenen Garantie, bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung sowie im Anwendungsbereich zwingender gesetzlicher Haftung, insbesondere des Produkthaftungsgesetzes.

11.4 Soweit der Kauf für beide Parteien ein Handelsgeschäft ist, gelten die Untersuchungs- und Rügeobliegenheiten des § 377 HGB. Erkennbare Mängel sind nach der gebotenen Untersuchung unverzüglich, verdeckte Mängel unverzüglich nach ihrer Entdeckung in Textform (z. B. per E-Mail) anzuzeigen und so konkret zu beschreiben, dass eine sachgerechte Prüfung möglich ist. Für Kunden, auf die § 377 HGB nicht anwendbar ist, begründet diese Ziffer keinen über das gesetzlich zulässige Maß hinausgehenden Verlust von Mängelrechten; sie sind jedoch im Rahmen des Zumutbaren zur zeitnahen Mitwirkung an der Sachverhaltsaufklärung verpflichtet.

11.5 Im Rahmen der Nacherfüllung ist der Verkäufer, soweit gesetzlich zulässig, zunächst nach seiner Wahl zur Nachbesserung oder zur Lieferung einer mangelfreien Sache berechtigt. Das Recht des Kunden, bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen nach Fehlschlagen, Verweigerung oder Unzumutbarkeit der Nacherfüllung weitere Mängelrechte geltend zu machen, bleibt unberührt.

11.6 Übliche, nach Gütenormen zulässige oder geringfügige Abweichungen in Qualität, Gewicht, Größe, Dicke, Breite, Ausführung, Musterung oder Farbe stellen keinen Mangel dar.

11.7 Die vereinbarte Beschaffenheit der Ware ergibt sich aus der bei Vertragsschluss maßgeblichen Produktbeschreibung, der Auftragsbestätigung und ausdrücklich einbezogenen technischen oder Herstellerinformationen. Eine Beschaffenheitsgarantie, Haltbarkeitsgarantie oder sonstige selbständige Erfolgszusage besteht nur, wenn der Verkäufer sie ausdrücklich als Garantie oder Garantieversprechen übernimmt. Angaben zu typischen Wirkungen, Erfahrungswerten, Einsatzbereichen oder voraussichtlichen Ergebnissen begründen ohne eine solche ausdrückliche Garantie keine Zusage, dass im konkreten Einzelfall ein bestimmter wirtschaftlicher, technischer oder sonstiger Anwendungserfolg innerhalb eines bestimmten Zeitraums eintritt. Zwingende gesetzliche Vorgaben zur Bestimmung der Mangelfreiheit, insbesondere zur Bedeutung einschlägiger öffentlicher Äußerungen und Kennzeichnungen, bleiben unberührt.

11.8 Der Kunde ist als gewerblicher Anwender für die fachgerechte Auswahl, Dosierung, Anwendung, Weiterverarbeitung, Lagerung und – soweit einschlägig – Entsorgung der Produkte verantwortlich, soweit der Verkäufer nicht ausdrücklich eine konkrete anwendungsbezogene Beratung oder Ausführungsleistung übernommen hat. Die Vorgaben nach Ziffern 10.3 bis 10.5 sowie Produktetikett, Gebrauchsanweisung, Sicherheitsdatenblatt und sonstige bereitgestellte Sicherheitshinweise sind zu beachten.

11.9 Der Verkäufer haftet nicht für Schäden, soweit diese darauf beruhen, dass der Kunde oder ein Dritter das Produkt entgegen seiner bestimmungsgemäßen Verwendung, den bereitgestellten Anwendungs-, Dosierungs-, Lagerungs- oder Sicherheitshinweisen, den einschlägigen gesetzlichen Vorgaben oder trotz erkennbarer Unverträglichkeit oder Schadensanzeichen verwendet, weiterverarbeitet oder weiter einsetzt. Dies gilt insbesondere bei eigenmächtiger Vermischung mit nicht freigegebenen Stoffen, fehlerhafter Dosierung, ungeeigneter Lagerung oder Anwendung auf nicht geprüften beziehungsweise erkennbar ungeeigneten Oberflächen. Die Regelung gilt nicht, soweit der Schaden auf einem vom Verkäufer zu vertretenden Produktfehler, einer vom Verkäufer zu vertretenden unzureichenden Anleitung oder einer sonstigen vom Verkäufer zu vertretenden Pflichtverletzung beruht; zwingende gesetzliche Haftung bleibt unberührt.

11.10 Bestehen Anhaltspunkte für einen produktbezogenen Schaden, hat der Kunde im Rahmen des Zumutbaren die Anwendung des betroffenen Produkts unverzüglich einzustellen, geeignete Maßnahmen zur Begrenzung weiterer Schäden zu treffen und den Verkäufer zeitnah in Textform zu informieren. Soweit keine Gefahr im Verzug besteht und die Schadensminderung dadurch nicht beeinträchtigt wird, soll dem Verkäufer vor irreversiblen Reparatur-, Reinigungs-, Entsorgungs- oder sonstigen Veränderungsmaßnahmen Gelegenheit zur Untersuchung und Beweissicherung gegeben werden.

11.11 Zur sachgerechten Prüfung eines geltend gemachten Mangels oder Schadens hat der Kunde im Rahmen des Zumutbaren die zur Aufklärung verfügbaren Informationen und Beweismittel bereitzustellen. Hierzu gehören insbesondere Bestell- oder Rechnungsdaten, Produktbezeichnung, Chargen- oder Losnummer, Verpackung und Etikett, vorhandene Restmengen, Anwendungszeitpunkt und -ort, Dosierung beziehungsweise Konzentration, Art der Anwendung, betroffener Untergrund oder Werkstoff, Vorbehandlungen, Lagerbedingungen, gleichzeitig oder zuvor eingesetzte weitere Produkte sowie aussagekräftige Fotos oder Videos und – bei geltend gemachten Vermögensschäden – nachvollziehbare Belege zur Schadenshöhe. Vorhandene Restmengen, Verpackungen und sonstige für die Ursachenklärung wesentliche Gegenstände oder Proben sind, soweit zumutbar, bis zur Klärung aufzubewahren. Zwingende gesetzliche Ansprüche werden durch diese Mitwirkungsobliegenheiten nicht ausgeschlossen; gesetzliche Folgen einer verletzten Mitwirkungs-, Schadensminderungs- oder Beweissicherungsobliegenheit bleiben unberührt.

11.12 Verlangt der Kunde wegen eines behaupteten Mangels eine Überprüfung und ergibt die Untersuchung, dass kein vom Verkäufer zu vertretender Mangel vorliegt und der Kunde bei Anwendung der im Geschäftsverkehr erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen können, dass die Ursache aus seinem Verantwortungsbereich stammt, kann der Verkäufer Ersatz der hierdurch erforderlichen und angemessenen Prüf-, Transport- und Bearbeitungskosten nach den gesetzlichen Voraussetzungen verlangen.

11.13 Der Verkäufer haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt. Für die leicht fahrlässige Verletzung sonstiger Pflichten ist die Haftung ausgeschlossen. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei arglistig verschwiegenen Mängeln, soweit der Verkäufer eine Garantie übernommen hat nach Maßgabe des Garantieversprechens, sowie im Anwendungsbereich des Produkthaftungsgesetzes oder sonstiger zwingender gesetzlicher Haftung. Soweit die Haftung des Verkäufers ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch zugunsten seiner gesetzlichen Vertreter, Arbeitnehmer und Erfüllungsgehilfen. Gesetzliche Regelungen über Mitverschulden und Schadensminderung bleiben unberührt.

12. Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

12.1 Der Verkäufer behält sich das Recht vor, diese AGB bei Dauerschuldverhältnissen (Verträge mit wiederkehrenden Leistungen) mit Wirkung für die Zukunft anzupassen. Änderungen sind insbesondere zulässig bei:

- Anpassung an geltendes Recht oder rechtliche Änderungen

- Umsetzung gerichtlicher oder behördlicher Entscheidungen

- Einführung neuer Dienstleistungen, technischer Abläufe oder organisatorischer   Prozesse, die eine Anpassung der AGB erfordern

- die Änderung ist für den Kunden ausschließlich vorteilhaft

- auch neben den genannten Fällen, sofern sie für den Kunden zumutbar, angemessen und sachlich gerechtfertigt sind.

12.2 Der Verkäufer wird die geänderten AGB mindestens zwei Wochen vor Inkrafttreten an die beim Verkäufer hinterlegte E-Mail-Adresse des Kunden senden. Erhebt der Kunde innerhalb dieser Frist keinen Widerspruch, gelten die Änderungen als angenommen. Der Verkäufer wird den Kunden in der Änderungsbenachrichtigung auf die Folgen eines unterlassenen Widerspruchs hinweisen. Eine ausdrückliche Zustimmung des Kunden bleibt jedoch möglich.

13. Schlussbestimmungen

13.1 Der Kunde erklärt sich einverstanden, dass der Verkäufer vertragsbezogene Mitteilungen, Rechnungen und Informationen elektronisch übermittelt. Die Übermittlung kann insbesondere per E-Mail oder  über Messenger-Dienste wie WhatsApp Business erfolgen.

Der Kunde verpflichtet sich, sicherzustellen, dass die angegebenen Kommunikationsdaten erreichbar sind und regelmäßig überprüft werden.

13.2 Die Rechtsbeziehungen zwischen dem Verkäufer und Kunden unterliegen ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Das UN-Kaufrecht ist ausgeschlossen.

13.3 Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis der Sitz des Verkäufers. Der Verkäufer ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen. Im Übrigen wird ein Gerichtsstand nur vereinbart, soweit dies nach § 38 Abs. 2 oder Abs. 3 ZPO zulässig ist. Zwingende ausschließliche Gerichtsstände bleiben unberührt.