AGB

Stand: 28. Januar 2026

Inhaltsverzeichnis

  1. Anwendungsbereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  2. Informationen zu Angeboten und Bestellvorgängen
  3. Kundenaccount/Kundenkonto
  4. Datenschutz und Vertraulichkeit
  5. Angaben zu Preisen und Versandkosten
  6. Zahlungsmethoden und Zahlungsbedingungen
  7. Lieferung und Verfügbarkeit von Waren
  8. Regelungen zum Eigentumsvorbehalt
  9. Herstellung und Anpassung nach Kundenangaben
  10. Weiterveräußerung der gelieferten Waren und Nutzung der Waren
  11. Gewährleistung und Haftungsregelungen
  12. Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  13. Schlussbestimmungen

1. Anwendungsbereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

1.1 Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“ genannt) gelten für sämtliche Geschäftsbeziehungen zwischen der Agrezor International GmbH, Luxemburger Str. 79-83, 50354 Hürth (im Folgenden „Verkäufer“) und dem Käufer der Produkte des Verkäufers (im Folgenden „Kunde“).

1.2 Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, selbst dann nicht, wenn der Verkäufer seine Leistung ohne Widerspruch erbringt, es sei denn, der Verkäufer hat der Geltung der abweichenden Bedingungen in Schriftform oder Textform zugestimmt.

1.3 Das Angebot des Verkäufers richtet sich ausschließlich an Unternehmer. Durch die Bestellung oder Registrierung bestätigt der Kunde, dass er ein Geschäftskunde im Sinne des Gesetzes ist und nicht als Verbraucher handelt. "Unternehmer" im Sinne dieser AGB ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

1.4 Der Verkäufer ist berechtigt, vom Kunden einen Nachweis über dessen gewerbliche Tätigkeit zu verlangen (z. B. Handelsregisterauszug, Gewerbeschein). Erbringt der Kunde diesen Nachweis nicht, kann der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten.

2. Informationen zu Angeboten und Bestellvorgängen, Ablauf von Bestellungen und Zustandekommen es Vertrages

2.1 Die Präsentation der Produkte im Onlineshop, auf Webseiten sowie in digitalen oder gedruckten Broschüren, Katalogen oder vergleichbaren Darstellungen des Verkäufers stellt kein verbindliches Angebot dar. Sie ist lediglich als Aufforderung an den Kunden zu verstehen, eine Bestellung abzugeben und damit ein Angebot zu unterbreiten.

2.2 Der Kunde ist verpflichtet sich, die Richtigkeit der von ihnen gemachten Angaben sicherzustellen und dem Verkäufer notwendige Änderungen unverzüglich mitzuteilen, sofern diese für die Vertragserfüllung relevant sind. Insbesondere muss der Kunde gewährleisten, dass die angegebenen E-Mail-Adressen und Lieferadressen korrekt sind und potenzielle Empfangshindernisse, die in ihrem Verantwortungsbereich liegen, vermieden werden. Es wird empfohlen, dass Kunden die Hinweise im Bestellprozess sorgfältig beachten und, falls erforderlich, unterstützende Funktionen ihrer Soft- oder Hardware nutzen. Pflichtangaben sind deutlich gekennzeichnet. Bis zum Absenden der Bestellung können Kunden ihre Eingaben jederzeit prüfen, ändern oder den Bestellvorgang abbrechen – etwa durch Browser-Funktionen oder gängige Bedienmöglichkeiten ihres Geräts.

2.3 Der Kunde kann Produkte aus dem Sortiment des Verkäufers auswählen und in den Warenkorb legen. Dort lassen sich die ausgewählten Artikel jederzeit ändern oder löschen. Anschließend kann der Kunde den Bestellvorgang fortsetzen und abschließen.

2.4 Mit dem Klick auf die Schaltfläche zum Abschluss der Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Kauf der im Warenkorb enthaltenen Produkte ab. Die Bestätigung des Eingangs der Bestellung stellt keine Annahme des Angebots durch den Verkäufer dar.

2.5 Der Verkäufer kann das Angebot des Kunden innerhalb von 14 Tagen annehmen. Die Frist beginnt mit dem Abschluss des Bestellvorgangs und endet nach Ablauf des letzten Tages. Die Annahme erfolgt entweder durch ausdrückliche Bestätigung per E-Mail, den Versand der Ware, den Erhalt der Ware durch den Kunden oder durch eine Zahlungsaufforderung und den Abschluss des Zahlungsvorgangs. Maßgeblich ist der früheste Annahmezeitpunkt. Nimmt der Verkäufer das Angebot nicht innerhalb der Frist an, kommt kein Vertrag zustande und der Kunde ist nicht mehr an sein Angebot gebunden.

2.6 Der Kunde kann dem Verkäufer ein verbindliches Angebot auch via Telefonat, Fax, Kontaktformular oder Post unterbreiten. Die Annahme des Angebots durch den Verkäufer erfolgt entweder durch eine ausdrückliche Bestätigung per E-Mail, den Versand der Ware, den Erhalt der Ware durch den Kunden oder durch eine Zahlungsaufforderung und den Abschluss des Zahlungsvorgangs.

2.7 Zur Optimierung des Bestellvorgangs und zur Gewährleistung einer reibungslosen Vertragsanbahnung behält sich der Verkäufer vor, Kunden, die Unternehmer im Sinne der Ziffer 1.2 sind, bei unvollständigen oder abgebrochenen Bestellvorgängen (sog. Warenkorbabbrecher) unter Verwendung der bereits im Bestellprozess hinterlegten Kontaktdaten telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren. Diese Kontaktaufnahme erfolgt ausschließlich zu Servicezwecken, um etwaige technische Schwierigkeiten im Online-Shop zu klären, Unterstützung beim Abschluss der Bestellung anzubieten oder offene Fragen zu den ausgewählten Produkten zu beantworten. Der Kunde kann dieser Verwendung seiner Daten jederzeit formlos widersprechen.

3. Kundenaccount/Kundenkonto

3.1 Kunden, die eine Bestellung über den Online-Shop tätigen möchten, müssen sich für ein Kundenkonto registrieren.

3.2 Die Registrierung für ein Kundenkonto ist nur Unternehmen, Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen gestattet.  Bestellungen ohne Registrierung (Gastbestellungen) sind nicht möglich.

3.3 Kunden sind verpflichtet, im Kundenkonto korrekte und aktuelle Angaben zu hinterlegen und diese bei Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse zu aktualisieren. Für Nachteile, die durch unrichtige oder veraltete Angaben entstehen, haften die Kunden selbst.

3.4 Kunden tragen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Zumutbarkeit die Verantwortung für ihr Kundenkonto. Das heißt, sie sind verpflichtet, ihre Zugangsdaten mit größter Sorgfalt zu behandeln und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um deren Sicherheit zu gewährleisten und eine Weitergabe an Dritte zu verhindern. Besteht der Verdacht, dass Dritte Zugang zu den Zugangsdaten erlangt haben oder das Kundenkonto missbraucht wird, müssen die Kunden den Verkäufer unverzüglich darüber informieren.

3.5 Das Kundenkonto darf ausschließlich im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere unter Beachtung der Rechte Dritter, sowie gemäß den AGB des Verkäufers genutzt werden. Die Nutzung erfolgt über die vom Verkäufer bereitgestellten Zugriffsmasken oder technischen Zugriffswege. Jegliche andere Nutzung, insbesondere durch externe Software, Bots oder Crawler ist untersagt.

3.6 Kunden können ihr Kundenkonto jederzeit kündigen. Der Verkäufer kann das Kundenkonto mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt vorbehalten.

3.7 Nach der Kündigung ist das Kundenkonto sowie die darin gespeicherten Informationen für den Kunden nicht mehr zugänglich. Es obliegt dem Kunden, seine Daten vor der Kündigung zu sichern.

3.8 Der Verkäufer speichert den Inhalt des Vertrages und übermittelt diesen dem Kunden in Textform, etwa per E-Mail. Vor dem Absenden der Bestellung hat der Kunde die Möglichkeit, den vertraglichen Inhalt durch die Druckfunktion oder Speicherfunktion seines Browsers zu sichern. Der Verkäufer ist auch berechtigt, die Vertragsunterlagen durch einen Verweis auf eine Onlinequelle zur Verfügung zu stellen.

3.9 Kunden, die ein Kundenkonto eingerichtet haben, können ihre aufgegebenen Bestellungen im Kontobereich einsehen. Die Vertragssprache ist Deutsch.

4. Datenschutz und Vertraulichkeit

4.1 Der Verkäufer verpflichtet sich, personenbezogene Daten des Kunden nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften zu verarbeiten. Details zur Datenverarbeitung sind in der Datenschutzerklärung des Verkäufers geregelt. 

4.2 Der Kunde verpflichtet sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen vertraulichen Informationen, insbesondere über Produkte, Geschäftsprozesse und Preiskalkulationen, vertraulich zu behandeln und nur im Rahmen der Vertragszwecke zu verwenden. 

4.3 Die Verpflichtung zur Vertraulichkeit gilt über das Ende des Vertragsverhältnisses hinaus. Sie entfällt, wenn die Informationen ohne Verschulden des Kunden öffentlich zugänglich werden oder der Kunde gesetzlich zur Offenlegung verpflichtet ist.

4.4 Verstößt der Kunde schuldhaft gegen die Vertraulichkeitsverpflichtung verpflichtet er sich zur Zahlung einer angemessenen Vertragsstrafe, deren Höhe nach Ermessen des Verkäufers festzulegen ist. Die Vertragsstrafe darf einen Betrag von 7.500 Euro pro Verstoß nicht überschreiten. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist. Die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Schadens bleibt unberührt. 

4.5 Kommunikation über WhatsApp Business
Der Verkäufer ist berechtigt, Kunden im Rahmen der Vertragsabwicklung zusätzlich über einen WhatsApp-Business-Account zu kontaktieren, sofern der Kunde hierfür seine Mobilfunknummer angegeben hat oder der Nutzung dieses Kommunikationswegs zugestimmt hat.
Die Kommunikation über WhatsApp erfolgt ausschließlich zu Zwecken der Auftrags- und Versandabwicklung, insbesondere zur Übermittlung von Informationen zum Bestellstatus, Versand, Lieferterminen oder Rückfragen zur Bestellung. Eine Nutzung zu Werbe- oder Marketingzwecken erfolgt nicht.
Der Kunde kann der Kommunikation über WhatsApp jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprechen. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung sind der Datenschutzerklärung des Verkäufers zu entnehmen.

5. Angaben zu Preisen und Versandkosten

5.1 Sofern nicht anders angegeben, sind alle Preise Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.

5.2 Der Verkäufer behält sich vor, Mindestbestellmengen oder Staffelpreise festzulegen. Diese werden dem Kunden im Bestellprozess oder in der Produktbeschreibung mitgeteilt.

5.3 Anfallende Liefer- und Versandkosten werden dem Kunden in der Produktbeschreibung sowie vor Abschluss der Bestellung angezeigt oder verlinkt.

6. Zahlungsmethoden und Zahlungsbedingungen

6.1 Vor Vertragsschluss behält sich der Verkäufer das Recht vor, eine Bonitätsprüfung des Kunden durchzuführen. Ergibt die Prüfung eine negative Bonitätsbewertung, ist der Verkäufer berechtigt, Sicherheiten oder Vorkasse zu verlangen oder vom Vertrag zurückzutreten.

6.2 Bei der Nutzung von Zahlungsdienstleistern gelten zusätzlich deren Geschäftsbedingungen und Datenschutzhinweise. Kunden sollten die Geschäftsbedingungen und Datenschutzhinweise der Zahlungsdienstleister im Rahmen des Bezahlvorgangs beachten, da die Bereitstellung und Abwicklung von Zahlungsmethoden auch von Vereinbarungen zwischen Kunden und Zahlungsdienstleistern abhängen kann.

6.3 Der Kunde ist dafür verantwortlich, die Voraussetzungen für die gewählte Zahlungsart zu erfüllen. Dazu gehören ausreichende Kontodeckung, erforderliche Registrierungen, Legitimierungen, Autorisierungen sowie die Bestätigung von Transaktionen.

6.4 Kann eine Zahlung wegen unzureichender Kontodeckung, falscher Bankangaben oder unberechtigtem Widerspruch des Kunden nicht durchgeführt oder muss aufgrund fehlender Kontodeckung oder falscher Bankdaten zurückgebucht werden, trägt der Kunde die entstehenden Gebühren.

6.5 Vorkasse: Bei Zahlung per Vorkasse wird der Betrag, sofern nicht anders vereinbart, mit Vertragsschluss fällig. Der Verkäufer informiert den Kunden über seine Bankverbindung. Die Lieferung erfolgt nach Zahlungseingang. Geht die Zahlung trotz Fälligkeit und einer erneuten Aufforderung nicht innerhalb von 14

Kalendertagen nach Versand der Bestellbestätigung beim Verkäufer ein, kann dieser vom Vertrag zurücktreten. Die Bestellung erlischt dann ohne weitere Verpflichtungen für beide Parteien.

6.6 Kauf auf Rechnung: Diese Zahlungsart steht ausschließlich öffentlichen Einrichtungen als Kunden zur Verfügung. Der Rechnungsbetrag wird nach Lieferung der Ware und Erhalt der Rechnung fällig. Die Zahlung erfolgt ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen auf das angegebene Bankkonto des Verkäufers, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.

6.7 Kreditkartenzahlung: Mit der Bestellung hinterlegt der Kunde seine Kreditkartendaten. Die Belastung der Kreditkarte erfolgt unmittelbar nach Abschluss der Bestellung und Autorisierung durch den rechtmäßigen Karteninhaber.

6.8 PayPal: Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Boulevard Royal, L-2449 Luxembourg („PayPal“). Am Ende des Bestellvorgangs werden Kunden direkt zu PayPal weitergeleitet. Für Kunden mit PayPal-Konto gelten die PayPal-Nutzungsbedingungen. Kunden ohne PayPal-Konto unterliegen den PayPal-Nutzungsbedingungen für Gastzahlungen. Eine Übersicht aller Bedingungen ist hier verfügbar.

6.9 Google Pay: Die Nutzung von Google Pay erfordert eine vorherige Registrierung für diesen Zahlungsdienst. Die Zahlung erfolgt nach den Bedingungen von Google Pay, die dem Kunden im Bestellprozess angezeigt werden. Weitere Informationen sind unter https://pay.google.com verfügbar.

6.10 Apple Pay: Für die Nutzung von Apple Pay ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Die Zahlung erfolgt gemäß den Bedingungen von Apple Pay, die dem Kunden im Bestellprozess angezeigt werden. Weitere Informationen sind unter https://www.apple.com/de/apple-pay/ verfügbar.

6.11 Sofort: Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Anbieter Sofort GmbH unter Nutzung der Online-Banking-Daten des Kunden. Der Betrag wird direkt nach Abschluss der Bestellung gemäß den Bedingungen von Klarna Sofortüberweisung verarbeitet, die dem Kunden während des Bestellvorgangs angezeigt werden. Weitere Details finden Sie unter: https://www.klarna.com/sofort/.

6.12 Mahnkosten für fällige Forderungen werden den Kunden in Rechnung gestellt. Bei Unternehmern kann der Verkäufer pauschal 5,00 Euro berechnen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass keine oder geringere Kosten entstanden sind.

6.13 Bei Zahlungsverzug ist der Verkäufer zusätzlich berechtigt, gesetzliche Verzugszinsen sowie weitere gesetzlich bestimmte Kosten und Folgen geltend zu machen. Die Zahlung von Verzugszinsen schließt die Geltendmachung zusätzlicher Verzugsschäden, wie Rechtsverfolgungskosten für Rechtsberatung, Mahnverfahren oder Inkasso, nicht aus.

6.14 Kunden sind zur Aufrechnung nur berechtigt, wenn ihre Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt oder vom Verkäufer anerkannt wurden.

7. Lieferung und Verfügbarkeit von Waren

7.1 Die Lieferung der bestellten Waren erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferadresse, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

7.2 Wird durch einen Zahlungsdienstleister eine Lieferanschrift hinterlegt und dem Verkäufer durch die Nutzung des Zahlungsmittels als maßgeblich übermittelt, erfolgt die Lieferung an diese abweichende Adresse.

7.3 Scheitert die Warenlieferung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, trägt dieser die angemessenen Kosten für Hin- und Rücksendung.

7.4 Scheitert die Zustellung der Ware aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, nach drei Zustellversuchen, ist der Verkäufer berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. Bereits geleistete Zahlungen werden dem Kunden unverzüglich zurückerstattet.

7.5 Ist die bestellte Ware nicht verfügbar, weil der Verkäufer ohne eigenes Verschulden trotz zumutbarer Bemühungen nicht von seinem Lieferanten beliefert wird, kann der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten. Der Kunde wird in diesem Fall unverzüglich informiert und erhält gegebenenfalls den Vorschlag einer vergleichbaren Ware. Ist keine vergleichbare Ware verfügbar oder lehnt der Kunde diese ab, erstattet der Verkäufer bereits geleistete Zahlungen umgehend zurück.

7.6 Liefer- und Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt oder unvorhersehbarer Ereignisse, die die Lieferung erheblich erschweren oder unmöglich machen, sind vom Verkäufer gegenüber Unternehmern nicht zu vertreten, auch bei verbindlich vereinbarten Fristen. Der Verkäufer ist in solchen Fällen berechtigt, die Lieferung um die Dauer der Behinderung zu verschieben. Dies gilt auch, wenn unvorhersehbare Ereignisse beim Vorlieferanten eintreten und weder dieser noch der Verkäufer dafür verantwortlich sind. Ist die Verzögerung unzumutbar, kann der Kunde nach Setzen einer angemessenen Frist oder einvernehmlicher Rücksprache schriftlich vom Vertrag zurücktreten.

7.7 Kunden sind angehalten, offensichtliche Transportschäden direkt beim Zusteller oder Frachtführer zu melden und den Verkäufer darüber zu informieren.

7.8 Rücksendungen und Umtausch von Waren sind nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verkäufers möglich. Rücksendungen erfolgen auf Kosten und Risiko des Kunden, sofern keine anderslautende Vereinbarung getroffen wurde. Gewährleistungsrechte bleiben von dieser Regelung unberührt.

7.9 Die Gefahr des zufälligen Untergangs oder der zufälligen Verschlechterung der Ware geht für Kunden auf diese über, sobald der Verkäufer die Ware an den Spediteur, Frachtführer oder eine andere für den Versand bestimmte Person oder Stelle übergibt. Angegebene Liefertermine und Fristen sind, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, unverbindlich und keine Fixtermine. 

7.10 Einsatz externer Logistikdienstleister
Der Verkäufer ist berechtigt, zur Erfüllung seiner vertraglichen Lieferpflichten externe Logistik- und Fulfillment-Dienstleister einzusetzen. Diese übernehmen insbesondere Tätigkeiten im Bereich Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung und Versand der Ware.
Zu diesem Zweck erhalten die beauftragten Dienstleister die für die Vertragsabwicklung erforderlichen Daten, insbesondere Liefer- und Versandinformationen. Eine weitergehende Nutzung der Daten erfolgt nicht.
Die Auswahl der Dienstleister erfolgt sorgfältig. Der Verkäufer bleibt gegenüber dem Kunden Vertragspartner und verantwortlich für die ordnungsgemäße Vertragserfüllung.

8. Regelungen zum Eigentumsvorbehalt

8.1 Erbringt der Verkäufer eine Vorleistung, bleibt die gelieferte Ware bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Verkäufers.

8.2 Die gelieferten Produkte bleiben bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus der Geschäftsbeziehung Eigentum des Verkäufers. Der Kunde ist verpflichtet, die Ware sorgfältig zu behandeln und, sofern branchenüblich, auf eigene Kosten gegen Diebstahl, Feuer und Wasserschäden zum Neuwert zu versichern. Notwendige Wartungs- und Inspektionsarbeiten hat der Kunde rechtzeitig und auf eigene Kosten durchzuführen. Wird die Ware verarbeitet oder mit anderen Gegenständen verbunden, erwirbt der Verkäufer anteilig Miteigentum an der neuen Sache, entsprechend dem Wertverhältnis zur Zeit der Verarbeitung. Forderungen, die durch Verbindung der Vorbehaltsware mit einem Grundstück gegen Dritte entstehen, werden zur Sicherung an den Verkäufer abgetreten. Der Kunde muss Zugriffe Dritter auf die Ware oder abgetretene Forderungen unverzüglich melden. Die Kosten für Maßnahmen zur Abwehr dieser Zugriffe, wie Drittwiderspruchsklagen oder außergerichtliche Freigaben, trägt der Kunde.

9. Herstellung und Anpassung nach Kundenangaben

9.1 Ist vereinbart, dass der Verkäufer ein Produkt nach den Vorgaben des Kunden herstellt oder verarbeitet, muss der Kunde die dafür notwendigen Informationen und Materialien bereitstellen sowie erforderliche Mitwirkungshandlungen erbringen.

9.2 Der Kunde wird im Zuge der Produktbeschreibung oder während des Bestellprozesses über die erforderlichen Mitwirkungspflichten informiert.

9.3 Der Kunde hat bei der Erfüllung seiner Mitwirkungspflichten insbesondere darauf zu achten, Informationen und Materialien im vereinbarten Format, über den vereinbarten Übermittlungsweg sowie unter Einhaltung technischer Vorgaben und Fristen bereitzustellen.

9.4 Der Kunde versichert, nur solche Informationen und Materialien bereitzustellen und Mitwirkungshandlungen vorzunehmen, die rechtlich zulässig sind und keine Schutzrechte Dritter verletzen. Insbesondere muss der Kunde sicherstellen, dass er die erforderlichen Nutzungs- und Verfügungsrechte für die Verarbeitung durch den Verkäufer besitzt. Der Verkäufer trägt keine Kosten für die vom Kunden erbrachte Mitwirkung. Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, die Rechtmäßigkeit der vom Kunden bereitgestellten Inhalte zu prüfen.

9.5 Der Kunde stellt den Verkäufer sowie dessen Mitarbeiter und Vertreter von jeglicher Haftung oder Ansprüchen Dritter oder Behörden frei, die aufgrund der Mitwirkung des Kunden entstehen und vom Kunden zu vertreten sind. Die Freistellung schließt notwendige und angemessene Kosten der Rechtsverteidigung ein. Darüber hinaus verpflichtet sich der Kunde, den Verkäufer bei der Abwehr solcher Ansprüche durch zumutbare Mitwirkungshandlungen und Bereitstellung erforderlicher Informationen zu unterstützen.

9.6 Der Verkäufer ist berechtigt, Verarbeitungsaufträge auch nach Vertragsschluss abzulehnen, wenn objektive Anhaltspunkte darauf hinweisen, dass die geltende Rechtslage, Rechte Dritter oder die guten Sitten verletzt werden könnten. Die Entscheidung erfolgt auf Grundlage einer sachgerechten Abwägung.

10. Weiterveräußerung der gelieferten Waren und Nutzung der Waren

10.1 Die Weiterveräußerung der gelieferten Waren ist dem Kunden ohne vorherige, ausdrückliche Zustimmung des Verkäufers in Textform (z. B. per E-Mail) untersagt. Die Zustimmung wird insbesondere davon abhängig gemacht, dass die Weiterveräußerung ausschließlich in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Verkäufers hinsichtlich Vertriebskanälen, Markenimage und Positionierung erfolgt. Der Verkäufer behält sich damit vor, Weiterveräußerungen zu untersagen, wenn berechtigte Interessen, wie der Schutz des Know-hows, der Markenreputation oder der exklusiven Vertriebsstruktur, beeinträchtigt würden. Der Kunde verpflichtet sich, keine Vertriebswege zu nutzen oder Dritten zu eröffnen, die gegen diese Interessen des Verkäufers verstoßen.

10.2. Verstößt der Kunde gegen diese Regelung, ist der Verkäufer berechtigt, eine Vertragsstrafe in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Verstoß zu verlangen. Die genaue Höhe wird nach billigem Ermessen durch den Verkäufer festgelegt und richtet sich nach der Schwere des Verstoßes. Weitergehende Schadensersatzansprüche bleiben hiervon unberührt. Die Vertragsstrafe wird auf Schadensersatzansprüche angerechnet.

10.3 Produkte, die unter die Europäische Biozid-Verordnung fallen, dürfen nur in den vorgesehenen Ländern und gemäß den nationalen Vorgaben des Bestimmungsortes verwendet werden. Der Kunde verpflichtet sich, die gesetzlichen Anforderungen des Verwendungsorts eigenverantwortlich zu prüfen und einzuhalten.

10.4 Der Kunde verpflichtet sich, die gelieferten Produkte ausschließlich gemäß den geltenden gesetzlichen und normativen Anforderungen entsprechend zu verwenden, insbesondere der Europäischen Biozid-Verordnung (VO (EU) Nr. 528/2012), der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), der REACH-Verordnung sowie der DIN EN 16636 für Dienstleistungen im Schädlingsmanagement einzusetzen.

11. Gewährleistung und Haftungsregelungen

11.1 Die Gewährleistung (Mängelhaftung) und die Haftung für sonstige Leistungsstörungen richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen, soweit sie nicht durch die folgenden Regelungen abweichend festgelegt sind.

11.2 Ansprüche wegen Sachmängeln verjähren grundsätzlich nach einem Jahr nach Gefahrenübergang. Längere zwingende gesetzliche Fristen bleiben unberührt.

11.3 Bei gebrauchten Waren ist die Gewährleistung ausgeschlossen. Der Ausschluss gilt nicht bei Arglist, Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzungen von Leben, Körper oder Gesundheit, sowie bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), auf deren Erfüllung der Kunde vertrauen darf. Zudem bleibt die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und für Mängel an Bauwerken, die durch die übliche Verwendung der Ware verursacht wurden, unberührt.

11.4 Der Kunde muss die Ware unverzüglich prüfen und erkennbare Sachmängel dem Verkäufer ohne Verzug schriftlich anzeigen. Versteckte Mängel sind unverzüglich nach ihrer Entdeckung zu melden. Unterlässt der Kunde die rechtzeitige Untersuchung oder Anzeige, sind Ansprüche wegen Sachmängeln ausgeschlossen - es sei denn, der Verkäufer hat den Mangel arglistig verschwiegen.

11.5 Die Wahl zwischen Nachbesserung (Mangelbeseitigung) oder Nachlieferung (Ersatzlieferung mangelfreier Ware) obliegt dem Verkäufer.

11.6 Übliche, nach Gütenormen zulässige oder geringfügige Abweichungen in Qualität, Gewicht, Größe, Dicke, Breite, Ausführung, Musterung oder Farbe stellen keinen Mangel dar.

11.7 Die Beschaffenheit der Ware bestimmt sich ausschließlich nach der Produktbeschreibung des Verkäufers oder ausdrücklich einbezogenen Herstellerinformationen. Andere Angaben, wie öffentliche Äußerungen, Medieninformationen oder Erklärungen von Dritten, sind nicht relevant.

11.8 Der Verkäufer haftet nicht für Schäden, die durch die unsachgemäße Verwendung der Produkte entstehen, insbesondere durch Verstöße gegen die DIN 10523 (Lebensmittelhygiene – Schädlingsbekämpfung im Lebensmittelbereich), DIN EN 16636, die Biozid-Verordnung oder die Gefahrstoffverordnung. Der Kunde verpflichtet sich, die Produkte nur gemäß dem Produktetikett, den bereitgestellten Anleitungen und den geltenden gesetzlichen Vorgaben einzusetzen.

11.9 Der Verkäufer haftet nicht für Schäden, die durch unsachgemäße Weiterverarbeitung, Nutzung oder Lagerung der gelieferten Produkte durch den Kunden oder Dritte entstehen.

11.10 Der Verkäufer haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die Vertragsdurchführung ermöglicht und auf die der Kunde regelmäßig vertraut, oder im Fall vereinbarter Garantien, haftet der Verkäufer nur für den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Für die leicht fahrlässige Verletzung anderer Pflichten ist die Haftung ausgeschlossen. Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistig verschwiegenen Mängeln oder im Rahmen des Produkthaftungsgesetzes. Soweit die Haftung des Verkäufers ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für Arbeitnehmer, Vertreter und Erfüllungsgehilfen. Schadensersatzansprüche des Kunden, auch im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung, sind im Übrigen ausgeschlossen.

12. Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

12.1 Der Verkäufer behält sich das Recht vor, diese AGB bei Dauerschuldverhältnissen (Verträge mit wiederkehrenden Leistungen) mit Wirkung für die Zukunft anzupassen. Änderungen sind insbesondere zulässig bei:

- Anpassung an geltendes Recht oder rechtliche Änderungen

- Umsetzung gerichtlicher oder behördlicher Entscheidungen

- Einführung neuer Dienstleistungen, technischer Abläufe oder organisatorischer   Prozesse, die eine Anpassung der AGB erfordern

- die Änderung ist für den Kunden ausschließlich vorteilhaft

- auch neben den genannten Fällen, sofern sie für den Kunden zumutbar, angemessen und sachlich gerechtfertigt sind.

12.2 Der Verkäufer wird die geänderten AGB mindestens zwei Wochen vor Inkrafttreten an die beim Verkäufer hinterlegte E-Mail-Adresse des Kunden senden. Erhebt der Kunde innerhalb dieser Frist keinen Widerspruch, gelten die Änderungen als angenommen. Der Verkäufer wird den Kunden in der Änderungsbenachrichtigung auf die Folgen eines unterlassenen Widerspruchs hinweisen. Eine ausdrückliche Zustimmung des Kunden bleibt jedoch möglich.

13. Schlussbestimmungen

13.1 Der Kunde erklärt sich einverstanden, dass der Verkäufer vertragsbezogene Mitteilungen, Rechnungen und Informationen elektronisch übermittelt. Die Übermittlung kann insbesondere per E-Mail oder  über Messenger-Dienste wie WhatsApp Business erfolgen.

Der Kunde verpflichtet sich, sicherzustellen, dass die angegebenen Kommunikationsdaten erreichbar sind und regelmäßig überprüft werden.

13.2 Die Rechtsbeziehungen zwischen dem Verkäufer und Kunden unterliegen ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Das UN-Kaufrecht ist ausgeschlossen.

13.3 Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts, ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder handelt er als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, so ist der ausschließliche Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Verkäufers. Gleiches gilt, wenn der Kunde im Sitzland des Verkäufers keinen allgemeinen Gerichtsstand hat. Der Verkäufer behält sich das Recht vor, einen anderen zulässigen Gerichtsstand zu wählen.