Asiatische Hornisse - erkennen und richtig handeln

8 septembre 2026
Asiatische Hornisse - erkennen und richtig handeln
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Was ist die Asiatische Hornisse und woran erkennt man sie?

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), auch Asiatische Gelbfuß-Hornisse genannt, ist eine invasive Hornissenart, die sich zunehmend in Deutschland ausbreitet. Relevant ist sie vor allem, weil sie Honigbienen und andere Insekten jagt und dadurch Imkerei und heimische Ökosysteme beeinträchtigen kann. Wer die Asiatische Hornisse erkennen möchte, sollte auf den überwiegend dunklen Körper, eine orangefarbene Binde am Hinterleib und die auffällig gelben Beinenden achten. Im Vergleich zur Europäischen Hornisse ist sie meist dunkler gefärbt und wirkt insgesamt etwas kleiner.

Unterschiede Asiatische Hornisse zur europäischen Hornisse

Die Asiatische Hornisse wird häufig mit der heimischen Europäischen Hornisse verwechselt, lässt sich jedoch anhand charakteristischer Merkmale gut unterscheiden. Besonders wichtig sind dabei Körperfärbung, Beinfarbe, Größe und Zeichnung des Hinterleibs, wie der folgende Vergleich zeigt.

Merkmal Asiatische Hornisse Europäische Hornisse 
Größe

Arbeiterinnen ca. 2,5 cm

Königinnen bis ca. 3 cm

Arbeiterinnen ca. 3 cm

Königinnen bis ca. 3,5 cm

Körperfarbe dunkel bis schwarz-braun rötlichbraun-gelb
Beine dunkle Beine mit gelben Beinenden rotbraune Beine
Hinterleib dunkel mit orange-gelber Binde gelb-schwarz gemustert
Kopf

dunkel, gelb-oranges Gesicht

rötlichbraun-gelb 


Brust

schwarz bis dunkelbraun

überwiegend rötlichbraun

Nest kleine Primärnester, später Sekundärnester hoch in Bäumen Nester in Baumhöhlen, Nistkästen, Schuppen oder Dachbereichen
Verhalten/Aktivität hauptsächlich tagaktiv tag-und nachtaktiv
Vorkommen/Status invasive, inzwischen in Deutschland etablierte Art heimische und in Deutschland besonders geschützte Art


Das Nest der asiatischen Hornisse

Das Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) verändert sich im Laufe des Jahres deutlich. Im Frühjahr beginnt die Königin zunächst mit einem kleinen Gründungs- oder Primärnest an einem geschützten Ort. Solche Nester können beispielsweise unter Dachvorsprüngen, in Gartenhäusern, Hecken oder anderen geschützten Bereichen entstehen.

Im Laufe des Sommers legt ein großer Teil der Völker ein deutlich größeres Sekundärnest an. Diese Nester befinden sich häufig freihängend und hoch in Baumkronen und können einen Durchmesser von bis zu etwa einem Meter erreichen. Ein großes Nest der Asiatischen Hornisse kann mehrere Tausend Tiere beherbergen. Besonders im belaubten Zustand der Bäume sind die Nester vom Boden aus häufig nur schwer zu erkennen.

Die Lage und Größe eines Nestes können je nach Entwicklungsstadium stark variieren. Eine eindeutige Bestimmung ist deshalb besonders wichtig.

Asiatische Hornisse entdeckt – was tun?

Wer eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina) oder ein mögliches Nest entdeckt, sollte zunächst Ruhe bewahren und ausreichend Abstand halten. Nester sollten nicht berührt, erschüttert oder eigenständig entfernt werden, da die Tiere ihr Volk bei Störungen verteidigen können. Besteht der Verdacht auf eine Asiatische Hornisse, empfiehlt es sich, das Tier oder Nest aus sicherer Entfernung zu fotografieren, damit eine eindeutige Bestimmung möglich ist.

Funde der Asiatischen Hornisse sollten weiterhin der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde oder über die jeweilige Meldeplattform des Bundeslandes gemeldet werden. In Nordrhein-Westfalen können Sichtungen beispielsweise über das Neobiota-Portal NRW mit einem Foto dokumentiert werden. Eine gesetzliche Meldepflicht nach Artikel 16 der EU-Verordnung besteht seit März 2025 zwar nicht mehr, die Meldung bleibt jedoch ein wichtiger Bestandteil des Managements der invasiven Art.

Die Artbestimmung und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen sollten fachkundigen und entsprechend geschulten Personen überlassen werden.

Ist die Asiatische Hornisse für Menschen gefährlich?

Die Asiatische Hornisse ist Menschen gegenüber von Natur aus nicht aggressiv. Einzelne Tiere greifen in der Regel nicht ohne Anlass an. Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch in unmittelbarer Nähe eines Nestes der Asiatischen Hornisse, da die Tiere ihr Volk bei Störungen aktiv verteidigen können. Werden sie bedrängt oder das Nest erschüttert, sind auch mehrere Stiche möglich.

Ein Stich der Asiatischen Hornisse ist schmerzhaft und kann – ähnlich wie bei heimischen Wespen oder Hornissen – Schwellungen und andere körperliche Reaktionen hervorrufen. Besonders für Menschen mit einer Insektengiftallergie können Stiche ein ernstes gesundheitliches Risiko darstellen.

Zusätzlich wurde beobachtet, dass Asiatische Hornissen bei Bedrohung eine Flüssigkeit in Richtung des Gesichts verspritzen können. Gelangt diese in die Augen, kann es zu Rötungen, Schmerzen und Reizungen kommen; in seltenen dokumentierten Fällen traten auch stärkere Augenverletzungen auf. Bei Kontakt sollten die Augen umgehend gründlich mit Wasser oder Kochsalzlösung gespült werden.

Besondere Vorsicht ist daher vor allem in unmittelbarer Nestnähe geboten.

Warum ist die Asiatische Hornisse gefährlich für Honigbienen und andere Insekten?

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ernährt sich unter anderem von Honigbienen und anderen Insekten und kann dadurch insbesondere für Bienenvölker zu einer Belastung werden. Häufig lauern die Hornissen vor Bienenstöcken auf zurückkehrende oder ausfliegende Honigbienen und erbeuten diese im Flug.

Nach dem Fang zerlegt die Hornisse ihre Beute und verarbeitet insbesondere den proteinreichen Brustbereich. Dieser wird anschließend zum Nest transportiert und dient dort vor allem der Versorgung der Larven. Ein starker Jagddruck kann dazu führen, dass Honigbienen ihre Flugaktivität reduzieren und dadurch weniger Nahrung in den Stock eintragen.

Neben Honigbienen stehen auch Wildbienen, Fliegen, Wespen und weitere Insektenarten auf dem Speiseplan der Asiatischen Hornisse. Dadurch kann sich ihre Ausbreitung nicht nur auf die Imkerei, sondern möglicherweise auch auf lokale Insektengemeinschaften und ökologische Zusammenhänge auswirken. Besonders dort, wo viele Asiatische Hornissen auftreten, kann der zusätzliche Fraßdruck auf heimische Insektenarten deutlich zunehmen.

Asiatische Hornisse bekämpfen: Wie lässt sich ein Nest fachgerecht entfernen?

Ein Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) sollte nicht eigenständig entfernt oder bekämpft werden. Zudem besteht die Gefahr einer Verwechslung mit der heimischen und besonders geschützten Europäischen Hornisse (Vespa crabro). Vor jeder Maßnahme ist deshalb eine sichere Artbestimmung besonders wichtig.

Für die professionelle Bekämpfung der Asiatischen Hornisse kommen je nach Lage, Größe und Entwicklungsstadium des Nestes unterschiedliche Verfahren infrage. Fachkundige Personen beurteilen zunächst die Situation vor Ort und entscheiden anschließend, mit welcher Methode das Hornissennest fachgerecht entfernt werden kann. Dabei können sowohl mechanische als auch geeignete zugelassene Verfahren zum Einsatz kommen. Vom Einsatz unspezifischer Hornissen- und Wespenfallen ist abzuraten.

Professionelle Bekämpfung durch Kaeferling

Professionelle Hilfe bei Hornissen: Der Kaeferling Service unterstützt bei der fachgerechten Beurteilung von Hornissennestern. Die IHK-geprüften Schädlingsbekämpfer von Kaeferling bestimmen zunächst die Hornissenart und wählen abhängig von Art und Situation die geeignete Vorgehensweise. Kaeferling bietet eine professionelle Behandlung beziehungsweise – wenn fachlich und artenschutzrechtlich angezeigt – eine Umsiedlung von Hornissen an und ist für Privat- und Gewerbekunden in Köln, Hürth und Umgebung im Einsatz.

Fazit: Asiatische Hornisse erkennen und richtig handeln

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) lässt sich vor allem an ihrem dunklen Körper, der orange-gelben Zeichnung am Hinterleib und den auffällig gelben Beinenden erkennen. Charakteristisch sind zudem ihre häufig hoch in Baumkronen angelegten Sekundärnester sowie ihr Jagdverhalten gegenüber Honigbienen und anderen Insekten.

Wer eine Asiatische Hornisse oder ein mögliches Nest entdeckt, sollte den Fund dokumentieren, die zuständige Stelle informieren und bei Unsicherheit eine fachkundige Artbestimmung durchführen lassen. Besonders wichtig ist die sichere Unterscheidung zur heimischen und geschützten Europäischen Hornisse. 

 

Wie unterscheide ich die asiatische Hornisse zur europäischen Hornisse? 

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist überwiegend dunkel gefärbt und besitzt auffällig gelbe Beinenden. Typisch sind außerdem der dunkle Brustbereich und die gelb-orange Zeichnung am hinteren Teil des Hinterleibs. Sie ist insgesamt etwas kleiner und deutlich dunkler als die heimische Europäische Hornisse.

Ist die Asiatische Hornisse für Menschen gefährlich?

Die Asiatische Hornisse ist Menschen gegenüber grundsätzlich nicht von Natur aus aggressiv. In unmittelbarer Nähe ihres Nestes können die Tiere dieses jedoch verteidigen und mehrfach zustechen. Besondere Vorsicht gilt für Menschen mit einer Insektengiftallergie sowie generell bei einem Nestfund.

Wie sieht das Nest der asiatischen Hornisse aus?

Das Nest der Asiatischen Hornisse verändert sich im Laufe des Jahres deutlich. Im Frühjahr entstehen zunächst kleine Primärnester an geschützten Stellen. Diese sind meist hellgrau bis beige-braun gefärbt und besitzen eine papierartige Oberfläche. Später entstehen häufig deutlich größere Sekundärnester, die meist hoch in Baumkronen hängen. Sie sind in der Regel grau bis graubraun und können durch die verwendeten Holzfasern leicht marmoriert oder geschichtet wirken.

Sekundärnester können bis zu etwa einen Meter groß werden und mehrere Tausend Hornissen beherbergen. Typisch ist eine rundliche bis ovale Form mit einer papierartigen, geschlossenen Außenhülle.

Was tun, wenn man ein Nest von der asiatischen Hornisse findet? 

Wer ein mögliches Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, sollte ausreichend Abstand halten und das Nest nicht berühren, erschüttern oder eigenständig behandeln. Wenn möglich, sollte der Fund aus sicherer Entfernung fotografiert und der zuständigen Stelle gemeldet werden. Die eindeutige Artbestimmung und weitere Maßnahmen sollten fachkundigen Personen überlassen werden.

Muss man die asiatische Hornisse melden?

Seit März 2025 besteht in Deutschland keine allgemeine Meldepflicht mehr nach Artikel 16 der EU-Verordnung, da die Asiatische Hornisse inzwischen als etablierte invasive Art gilt. Funde sollten dennoch weiterhin den zuständigen Behörden gemeldet werden. In Nordrhein-Westfalen können Sichtungen mit einem Foto über das Neobiota-Portal NRW dokumentiert werden.

Wann stirbt die asiatische Hornisse?

Die meisten Asiatischen Hornissen sterben im Spätherbst, in der Regel ab November. Arbeiterinnen und Drohnen sterben ab, während sich die begatteten Jungköniginnen einen geschützten Platz zum Überwintern suchen. Das alte Nest wird anschließend verlassen und im folgenden Jahr nicht erneut genutzt. Im Frühjahr erwachen die überwinternden Jungköniginnen und gründen neue Nester.

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