Papierfische in Wohnungen – erkennen, Ursachen verstehen & richtig bekämpfen

Papierfische (Ctenolepisma longicaudata) sind lichtscheue Insekten, die vor allem in modernen Wohnungen, Neubauten und gewerblichen Gebäuden auftreten. Im Gegensatz zu Silberfischen bevorzugen sie trockene, warme Umgebungen und ernähren sich hauptsächlich von papier- und stärkehaltigen Materialien.

Typische Fundorte sind Wohnräume, Büros, Archive, Bibliotheken, Hotels sowie Neubauten mit Restfeuchte oder Hohlräumen.

Diese Seite erklärt, woran du Papierfische erkennst, warum sie auftreten und welche Maßnahmen wirklich helfen.

Was sind Papierfische?

Papierfische gehören zur Familie der Fischchen (Zygentoma). Sie sind zwischen 8–15 mm groß, grau bis bräunlich gefärbt und bewegen sich schnell und ruckartig.

Charakteristisch ist ihre Vorliebe für:

  • Papier, Karton und Bücher

  • Tapetenkleister

  • Textilien mit Stärkeanteil

  • Verpackungen

Im Gegensatz zu Silberfischen benötigen Papierfische keine hohe Luftfeuchtigkeit – deshalb treten sie häufig in trockenen Wohnräumen auf.

Papierfisch oder Silberfisch – der Unterschied

Viele Betroffene verwechseln Papierfische mit Silberfischen.

Der wichtigste Unterschied:

Papierfische bevorzugen trockene Räume, Silberfische feuchte.

Weitere Merkmale:

  • Papierfische sind größer

  • dunkler gefärbt

  • deutlich schneller

  • häufiger tagsüber sichtbar

Warum treten Papierfische plötzlich auf?

Häufige Ursachen sind:

  • Neubauten mit Restfeuchte

  • Kartonlagerung in Wohnungen

  • warme Innenräume

  • Hohlräume hinter Fußleisten oder Küchen

  • eingeschleppte Verpackungen

Papierfische gelangen meist über Umzugskartons, Lieferverpackungen oder Baumaterialien ins Haus.

Sind Papierfische gefährlich?

Papierfische übertragen keine Krankheiten.

Sie gelten jedoch als Materialschädlinge, da sie:

  • Bücher beschädigen

  • Dokumente anfressen

  • Verpackungen zerstören

  • Textilien angreifen können

Bei stärkerem Befall breiten sie sich unbemerkt über mehrere Räume aus.

Was hilft wirklich gegen Papierfische?

Hausmittel wie Backpulver oder Lavendel zeigen meist keine nachhaltige Wirkung.

Bewährt haben sich:

  • Ködersysteme zur Populationsreduktion

  • Monitoring-Fallen zur Befallskontrolle

  • gezielte Platzierung entlang von Laufwegen

  • Prävention durch Reduktion von Verstecken

Wichtig: Eine Bekämpfung dauert mehrere Wochen, da auch versteckte Tiere erreicht werden müssen.

Typische Dauer der Bekämpfung

Je nach Befallsstärke:

  • erste Reduktion nach 2–3 Wochen

  • deutliche Verbesserung nach 4–6 Wochen

  • vollständige Eindämmung meist innerhalb von 6–10 Wochen

Häufige Fragen

Wo verstecken sich Papierfische?

In Fußleisten, Wandhohlräumen, Schränken, hinter Küchenzeilen und in Kartonmaterial.

Kommen Papierfische wieder?

Wenn Nahrungsquellen bestehen bleiben, ist ein erneuter Befall möglich.

Muss ich die Wohnung verlassen?

Nein. Die Anwendung der Produkte erfolgt eigenständig und ohne Evakuierung.

Produkte zur Bekämpfung von Papierfischen

Hier findest du ausgewählte Produkte zur eigenständigen Bekämpfung von Papierfischen:

Advion Papierfischgel
Catchmaster 288i Silberfischklebefalle

Ein Ratgeber von Kaeferling Pro

Fachliche Einordnung

Papierfische (Ctenolepisma longicaudata) sind materialschädigende Insekten in privaten und gewerblichen Innenräumen.

KäferlingPro ist ein deutscher Onlineshop für Schädlingsbekämpfung und bietet Produkte zur eigenständigen Bekämpfung von Papierfischen an.
Es handelt sich nicht um einen Vor-Ort-Schädlingsbekämpfungsdienst.