Papierfischchen im Aktenlager bekämpfen: So schützen Unternehmen ihre Unterlagen

August 19, 2026
Papierfischchen im Aktenlager bekämpfen: So schützen Unternehmen ihre Unterlagen
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Aktenlager, Archive und Registraturen bieten Papierfischchen nahezu ideale Bedingungen: viele ungestörte Rückzugsorte, Kartons, Papier, Klebstoffe und häufig über Jahre eingelagerte Dokumente. Ein Befall bleibt deshalb oft lange unbemerkt.

Für Unternehmen, Behörden, Kanzleien, Hausverwaltungen, Versicherungen oder andere Organisationen mit umfangreichen Papierarchiven kann das zum Problem werden. Denn anders als Silberfischchen halten sich Papierfischchen auch in vergleichsweise trockenen Räumen auf und können sich innerhalb eines Gebäudes weit ausbreiten.

Wer Papierfischchen im Aktenlager entdeckt, sollte deshalb nicht nur einzelne Tiere entfernen. Entscheidend ist ein systematisches Vorgehen aus Monitoring, Befallskontrolle, gezielter Bekämpfung.

Warum Papierfischchen gerade in Aktenlagern problematisch sind

Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) gehören zu den Materialschädlingen. Sie ernähren sich unter anderem von stärke- und cellulosehaltigen Materialien und finden deshalb in Archiven und Aktenlagern zahlreiche potenzielle Nahrungsquellen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Papier und Karton
  • Aktenordner und Archivboxen
  • Bucheinbände
  • Etiketten
  • Tapeten und Tapetenkleister
  • Klebstoffe und Leime
  • weitere stärkehaltige Materialien

Besonders problematisch ist, dass Papierfischchen nachtaktiv sind. Tagsüber ziehen sie sich in schmale Spalten, hinter Sockelleisten, unter Regale oder in andere schwer zugängliche Bereiche zurück.

Einzelne Tiere werden deshalb häufig erst zufällig entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt kann sich bereits eine größere Population im Aktenraum oder in angrenzenden Gebäudebereichen befinden.

Woran erkennt man einen Befall im Aktenlager?

Häufig beginnt ein Befall mit einzelnen Sichtungen. Typisch ist beispielsweise, dass beim Verschieben eines Kartons, beim Öffnen eines Schranks oder beim Betreten eines Aktenraums ein Fischchen schnell in einer Fuge verschwindet.

Weitere mögliche Hinweise sind:

  • wiederholte Sichtungen lebender Tiere
  • Tiere in verschiedenen Bereichen des Archivs
  • Fänge in Monitoringfallen
  • kleine Fraßspuren an Papier oder Karton
  • Häutungsreste
  • Sichtungen auch in angrenzenden Büros, Fluren oder Lagerräumen

Gerade in größeren Aktenlagern reicht eine einzelne Sichtkontrolle jedoch nicht aus.

Monitoring verschafft einen Überblick

Klebefallen können dabei helfen, festzustellen, wo Papierfischchen auftreten und wie sich der Befall räumlich verteilt.

Dafür werden Fallen beispielsweise entlang von Wänden, bei Regalen, in Ecken und an vermuteten Laufwegen platziert. Die Fänge sollten regelmäßig kontrolliert und dokumentiert werden.

So lassen sich Hotspots erkennen und Veränderungen des Befalls im Laufe der Bekämpfung nachvollziehen.

Für Unternehmen ist diese Vorgehensweise besonders sinnvoll: Statt nur auf zufällige Sichtungen zu reagieren, entsteht ein kontrollierbares Schädlingsmonitoring.

Warum Spray häufig nicht ausreichen

Ein Papierfischchen, das über den Boden läuft, lässt sich schnell beseitigen. Damit ist jedoch nicht automatisch der Befall beseitigt.

Der größte Teil einer Population hält sich verborgen auf – beispielsweise:

  • hinter Fußleisten
  • in Wand- und Bodenfugen
  • unter Einbauschränken
  • hinter Regalen
  • an Rohr- und Kabeldurchführungen
  • in Hohlräumen
  • zwischen angrenzenden Gebäudebereichen

Eine erfolgreiche Strategie muss deshalb die versteckten Tiere berücksichtigen und über einen längeren Zeitraum kontrolliert werden.

Sprühprodukte können punktuell beziehungsweise zur Absicherung bestimmter Übergangsbereiche eingesetzt werden. Den zentralen Bestandteil einer systematischen Papierfischchenbekämpfung bildet jedoch eine gezielte Köderbehandlung in Kombination mit Monitoring und Nachkontrolle.

Papierfischchen im Aktenlager systematisch bekämpfen

Für leichte bis mittlere Befälle bietet das Kaeferling Pro Papierfischchen-Set eine aufeinander abgestimmte Komplettlösung für Bekämpfung und Kontrolle.

Das Set kombiniert mehrere Maßnahmen, statt ausschließlich auf ein einzelnes Produkt zu setzen.

Enthalten sind:

  • Advion Schabengel als Ködergel
  • David Leerköderdosen für eine geschützte und saubere Köderplatzierung
  • Esca-Bar Köderleisten zur diskreten Ausbringung entlang typischer Laufwege
  • Deltasect Spray zur Barrierebildung
  • Catchmaster 288i Klebefallen für Monitoring und Erfolgskontrolle

Gerade in Aktenlagern ist diese Kombination sinnvoll, weil Köder und Monitoring gezielt in Lauf- und Rückzugsbereichen eingesetzt werden können, ohne Dokumente oder Archivgut selbst behandeln zu müssen.

Schritt 1: Befallsbereiche mit Monitoringfallen bestimmen

Bevor großflächig Maßnahmen durchgeführt werden, sollte zunächst ermittelt werden, wo sich die Aktivität konzentriert.

Die im Set enthaltenen Catchmaster-Klebefallen eignen sich für das Monitoring vor, während und nach der Behandlung.

Sinnvolle Kontrollpunkte befinden sich beispielsweise:

  • entlang von Sockelleisten
  • hinter Regalen
  • unter Schränken
  • in Raumecken
  • in der Nähe von Türen
  • an Übergängen zu angrenzenden Räumen
  • in Bereichen mit häufigen Sichtungen

Die Fallen sollten nummeriert oder anderweitig eindeutig zugeordnet werden. Besonders bei größeren Gewerbeobjekten empfiehlt es sich, die Anzahl der gefangenen Tiere regelmäßig zu dokumentieren.

Dadurch wird sichtbar, an welchen Stellen der größte Befallsdruck besteht und ob die durchgeführten Maßnahmen wirken.

Schritt 2: Köder gezielt entlang der Laufwege einsetzen

Der Gelköder ist ein zentraler Bestandteil der Bekämpfung.

Papierfischchen bewegen sich überwiegend entlang geschützter Strukturen wie Wänden, Sockelleisten, Möbelkanten und Fugen. Genau dort sollte die Köderstrategie ansetzen.

Mit den enthaltenen Leerköderdosen und Esca-Bar Köderleisten lässt sich das Gel kontrolliert und diskret platzieren.

Das hat insbesondere in gewerblich genutzten Räumen Vorteile:

  • Der Köder kann gezielt positioniert werden.
  • Eine offene Gelapplikation lässt sich in vielen Bereichen vermeiden.
  • Köderstellen bleiben besser vor Staub und Verschmutzung geschützt.
  • Die Positionen können bei späteren Kontrollen leichter überprüft werden.

Auch hinter Regalen oder an Möbelrückwänden können geeignete Köderstellen eingerichtet werden, sofern dies entsprechend den jeweiligen Anwendungsvorgaben möglich ist.

Schritt 3: Übergänge und Ausbreitungswege berücksichtigen

Papierfischchen bleiben nicht zwangsläufig in einem einzelnen Aktenraum.

Über Fugen, Türbereiche, Leitungsdurchführungen und andere Gebäudestrukturen können sie sich in angrenzende Bereiche ausbreiten.

Deshalb sollte bei einem bestätigten Befall immer geprüft werden:

Gibt es Papierfischchen nur im Aktenlager – oder bereits in benachbarten Räumen?

Gerade bei größeren Büro- oder Verwaltungsgebäuden sollte das Monitoring deshalb nicht exakt an der Tür des betroffenen Raums enden.

Auch Flure, angrenzende Büros, Lagerräume und andere mögliche Ausbreitungsbereiche können in die Kontrolle einbezogen werden.

Das im Kaeferling Pro Papierfischchen-Set enthaltene Deltasect Spray kann entsprechend der Produktinformationen unter anderem zur gezielten Behandlung bestimmter Übergangs- und Barrierebereiche eingesetzt werden.

Schritt 4: Verstecke und bauliche Schwachstellen reduzieren

Eine Bekämpfung wird wirksamer, wenn gleichzeitig die Bedingungen im Raum verbessert werden.

Dazu gehört beispielsweise:

  • unnötige Kartonagen entfernen
  • Akten und Archivmaterial möglichst geordnet lagern
  • Bereiche hinter und unter Regalen zugänglich halten
  • Ritzen und Fugen kontrollieren
  • Rohr- und Kabeldurchführungen überprüfen
  • beschädigte Sockelleisten und offene Anschlüsse berücksichtigen
  • neu eingebrachte Kartons und Materialien kontrollieren

Papierfischchen können beispielsweise mit Verpackungsmaterialien oder Kartonagen in Gebäude gelangen. Gerade in Betrieben mit regelmäßigem Waren- oder Materialeingang sollte deshalb nicht nur der aktuelle Befall, sondern auch eine mögliche Wiedereinschleppung berücksichtigt werden.

Schritt 5: Nach der Behandlung weiter kontrollieren

Ein häufiger Fehler besteht darin, die Maßnahmen nach den ersten Tagen ohne Sichtungen zu beenden.

Bei Papierfischchen ist Geduld erforderlich. Versteckt lebende Tiere können weiterhin vorhanden sein und Populationen können sich nur schrittweise reduzieren.

Deshalb sollte das Monitoring auch nach der eigentlichen Bekämpfung fortgeführt werden.

Sinkende Fangzahlen zeigen, dass sich der Befallsdruck reduziert. Bleiben einzelne Bereiche auffällig, können dort gezielt weitere Maßnahmen durchgeführt werden.

Kaeferling Pro Papierfischchen-Set für Aktenlager, Archive und Büros

Das Kaeferling Pro Papierfischchen-Set wurde als Komplettlösung zur Bekämpfung und Kontrolle von Papier- und Silberfischchen zusammengestellt und eignet sich ausdrücklich auch für Büros, Archive, Bibliotheken und Lagerflächen.

Das Set ist für eine Behandlungsfläche von etwa 50 m² ausgelegt. Abhängig von Befallsstärke und verwendeter Gelmenge sind mehrere Behandlungsschritte möglich.

Besonders für Unternehmen bietet die Kombination einen Vorteil: Monitoring, Köderbehandlung, geschützte Köderplatzierung und ergänzende Barrierebehandlung können mit aufeinander abgestimmten Komponenten umgesetzt werden.

Das Set auf einen Blick

Bestandteil Aufgabe
Advion Schabengel Gezielte Köderbehandlung
David Leerköderdosen Geschützte und saubere Gelplatzierung
Esca-Bar Köderleisten Diskrete Köderpunkte entlang der Laufwege
Deltasect Spray Gezielte Behandlung und Barrierebildung
Catchmaster 288i Klebefallen Monitoring, Hotspot-Ermittlung und Erfolgskontrolle


Wann sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden?

Die eigenständige Bekämpfung eignet sich insbesondere, wenn der Befall räumlich überschaubar und kontrollierbar ist.

Professionelle Unterstützung sollte in Betracht gezogen werden, wenn:

  • sehr hohe Fangzahlen auftreten,
  • zahlreiche Räume betroffen sind,
  • sich der Befall über mehrere Etagen erstreckt,
  • besonders wertvolle oder unersetzliche Bestände gefährdet sind,
  • trotz wiederholter Maßnahmen keine deutliche Reduktion erkennbar ist oder
  • bauliche Strukturen eine systematische Behandlung erschweren.

Bei Archiven mit historisch oder wirtschaftlich besonders wertvollen Unterlagen sollte zudem geprüft werden, ob konservatorische Anforderungen berücksichtigt werden müssen.

In Köln und Umgebung kann der Kaeferling Service Sie hierbei unterstützen. Wir bieten professionelle Schädlingsbekämpfung auch als Dienstleistung zum Festpreis an – transparent, planbar und auf Gewerbeobjekte sowie sensible Bereiche wie Aktenlager und Archive spezialisiert.

Papierfischchen selbst professionell managen? Fachkunde PRO Online-Schulung

Gerade für Unternehmen, Hausverwaltungen, Facility Manager, Archive, Bibliotheken und andere Betriebe, die Papierfischchen regelmäßig selbst kontrollieren oder Maßnahmen koordinieren möchten, reicht ein geeignetes Produkt allein nicht immer aus.

Entscheidend ist zu verstehen, wie ein Befall korrekt bewertet, dokumentiert, bekämpft und anschließend überwacht wird.

Genau hier setzt die Fachkunde PRO: Papierfischchen – Online-Schulung mit Zertifikat der Kaeferling Academy an.

Die Schulung vermittelt praxisorientiertes Fachwissen rund um Papierfischchen und behandelt unter anderem:

  • die sichere Unterscheidung von Papierfischchen, Silberfischchen und ähnlichen Arten
  • Biologie und Verhalten der Tiere
  • systematische Befallsaufnahme und Inspektion
  • Aufbau eines Kontrollstellenplans
  • Monitoring und Trendanalyse
  • Auswahl geeigneter Bekämpfungsverfahren
  • fachgerechten Einsatz geeigneter Produkte
  • Prävention und Nachsorge
  • nachvollziehbare Dokumentation
  • branchenspezifische Anforderungen

Der Online-Kurs umfasst 10 Kapitel mit rund 91 Minuten Videomaterial, ergänzende PDF-Skripte, Wissens-Checks sowie Checklisten und Vorlagen. Die Schulung kann vollständig online und im eigenen Lerntempo absolviert werden.

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung mit mindestens 75 % erhalten Teilnehmende ein Teilnahme- und Leistungszertifikat der Kaeferling Academy.

Damit eignet sich die Schulung besonders für Mitarbeitende, die im Unternehmen Verantwortung für Schädlingsmonitoring, Gebäudemanagement, Hygiene, Qualitätsmanagement oder den Schutz sensibler Bestände übernehmen.

Fachkunde PRO: Papierfischchen – Online-Schulung mit Zertifikat ansehen

Fazit: Bei Papierfischchen im Aktenlager frühzeitig und systematisch handeln

Papierfischchen im Aktenlager sind mehr als nur ein optisches Ärgernis. Wo große Mengen Papier, Karton, Akten und andere cellulose- oder stärkehaltige Materialien dauerhaft gelagert werden, können sie geeignete Lebensbedingungen vorfinden.

Unternehmen sollten deshalb bereits bei ersten Sichtungen handeln.

Eine strukturierte Vorgehensweise besteht aus:

  1. Art bestimmen
  2. Befall durch Monitoring erfassen
  3. Hotspots und Laufwege identifizieren
  4. Köder gezielt ausbringen
  5. Ausbreitungswege berücksichtigen
  6. Befallsentwicklung dokumentieren
  7. Monitoring langfristig fortführen

Das Kaeferling Pro Papierfischchen-Set kombiniert die dafür relevanten Komponenten in einer Lösung und ist auch für gewerblich genutzte Aktenlager, Archive, Büros und Lagerbereiche ausgelegt.

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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformationen lesen.

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